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109 Storcheneier in Mittlerer Altmark gelegt und davon 55 Jungstörche groß gezogen

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Von: Ina Tschakyrow

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Störche im Nest
In der Mittleren Altmark wurden 109 Storcheneier in diesem Jahr gelegt. © Michael Arens

In diesem Jahr wurden im Gebiet Mittlere Altmark, im Altkreis Kalbe, 109 Storcheneier in 27 Nestern gezählt. „Das ist das zweitbeste Ergebnis nach 1994 mit 116 Eiern“, freut sich der Kreisnaturschutzbeauftragte Michael Arens.

Kalbe – Michael Arens, der auch in der Vienauer NABU Fachgruppe ist, erzählt, dass das Brutpaar in Kalbe auf der Burg nicht erfasst werden konnte, diese Daten fehlen also in der Statistik der diesjährigen Storchensaison, die langsam zu Ende geht, so der Vienauer weiter. Das Storchenpaar in Vienau hat nicht mehr angefangen mit der Brut, da diese Störche das Nest erst am 19. Mai besetzt haben.

Aber die Anzahl des Nachwuches ist geringer als in den Vorjahren. „Es sind in diesem Jahr, trotz der Hitze, immerhin noch 55 junge Störche ausgeflogen“, sagt Michael Arens. Das sei aber noch das „siebtbeste Ergebnis seit dem Beginn unserer Erfassung im Jahr 1980“, ergänzt der Naturschützer.

Wegen der Trockenheit gab es in einigen Bereichen des Gebietes Probleme der Aufzucht, da es zu wenig Nahrung gab. Wegen der diesjährigen Dürre sind Regenwürmer und Frösche kaum vorhanden, auch ist die Anzahl der Mäuse gering, sagt der Vienauer und weiter: „Das Einzige, was auf extensiv bewirtschafteten Flächen zur Verfügung steht, sind Heuschrecken und Grashüpfer.“

Dennoch konnten einige Störche sogar drei Junge aufziehen (siehe Liste). Meistens sind es zwei Jungstörche und selten nur ein junger Storch. In Klein Engersen wurden aus drei Eiern (ein Ei wurde vor der Kontrolle abgeworfen) sogar drei Jungstörche groß gezogen. Michael Arens vermutet, dass diese Vögel eine bessere Nahrungsgrundlage vorfanden. „Wahrscheinlich sind dadurch die Verluste nicht noch höher ausgefallen“, erklärt er. Es wurde von einem Storchenpaar auch die Brut aus nicht bekannten Gründen abgebrochen.

Michael Arens informiert weiter, dass sich insgesamt 29 Storchenpaare in der Mittleren Altmark in diesem Jahr angesiedelt haben: „Das war ein Rekord.“

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