Hauptausschuss einigt sich auf Regelung

Alkoholgenuss in Kalbenser Sporthallen: „In dazugehörigen Räumen“ raus

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Der Hauptausschuss klärte, wie mit dem Alkoholverbot in Sporthallen umgegangen wird.

Kalbe – Nachdem der Stadtrat in seiner Oktobersitzung eine neue Benutzungssatzung für die Sporthallen nicht beschließen konnte, hat sich der Hauptausschuss noch einmal mit dem überarbeiteten Satzungsentwurf beschäftigt und empfiehlt dem Stadtrat ihn in der nächsten Sitzung zu beschließen.

Besonders an einem Passus hatten sich die Stadträte im Oktober gestört: „Das Rauchen und der Genuss von alkoholischen Getränken und Drogen sind in den Sporthallen und den dazugehörigen Räumen untersagt“.

Denn schließlich gehöre das ein oder andere Bier oder ein Glas Sekt zum geselligen Vereinsleben nach einem Training dazu. Deshalb wurde „und den dazugehörigen Räumen“ gestrichen. Drogen, Rauchen und Alkohol sind in den Sporthallen verboten, da sonst der Versicherungsschutz gefährdet würde, allerdings werde akzeptiert, wenn die Sportler im Umkleide- oder Vorraum der Halle gemeinsam etwas trinken.

Jeder Sportverein habe die Verantwortung, dass es weder überhandnimmt, noch Flaschen zurückbleiben, meinte Kalbes Kämmerin Ingrid Bösener, die sich kürzlich auch mit Raymund Schauer, Trainer und Vorstandsmitglied des VfL Kalbe, in Verbindung gesetzt hatte und der ihr bestätigte, dass die Probleme mit zurückgelassenen Flaschen schon vor Längerem geklärt wurden und die Sektionen in die Verantwortung gezogen wurden.

Ebenfalls geregelt sind in der Satzung nun die Nutzungszeiten, die Sporthallen können täglich von 7 bis 22 Uhr genutzt werden. Ausnahmen können jedoch durch die Stadt zugelassen werden, müssen jedoch beantragt werden. Es gehe darum, dass in der Halle nicht mehr bis in die Nacht hinein das Licht brennt.

Ergänzt wurde die Benutzungssatzung auch um den Paragrafen zehn – Ordnungswidrigkeiten. Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen ein Gebot oder Verbot verstößt. Dies kann mit einer Verwarnung oder Hallenverboten von einer Woche, einem Monat oder auch einem viertel Jahr geahndet werden. Das Maß obliegt der Stadt. „Woanders wird mit Geldbußen geahndet, aber wir hoffen, das wirkt mehr“, erklärte Ingrid Bösener.

Ebenfalls gibt es nun eine Gebührensatzung für Fremdvereine, also jene, die nicht aus der Einheitsgemeinde sind, oder auch gewerbliche Nutzer der Hallen. Nur ein Passus der Gebührensatzung gilt für alle Vereine: Wird die Sporthalle außergewöhnlich stark verschmutzt, zahlen das die Verursacher.

VON HANNA KOERDT

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