62-jährige Kalbenserin fiel Betrugsmasche mit Gewinnversprechen zum Opfer / Polizei rät zu Misstrauen

3000 Euro für vermeintlichen Gewinn zahlen

koe Kalbe. Einer üblen Betrugsmasche fiel vor kurzem eine 62-jährige Frau aus Kalbe zum Opfer.

Sie erhielt Mitte November per Post eine Gewinnbenachrichtigung und setzte sich telefonisch mit dem mutmaßlichen Absender in Verbindung. 

Ihr wurde mitgeteilt, dass sie gegen eine Überweisung von knapp 3000 Euro ihren „Gewinn“ erhalten könne. Weil die Frau das Geld selbst nicht hatte, teilte man ihr mit, dass man sich über eine Bank darum kümmern wolle. Dazu gab sie ihre eigenen Kontodaten heraus. Die Frau sah dann später auch, dass auf ihrem Konto zwei Einzahlungen über eine entsprechende Summe eingegangen sind. Zeitnah erhielt sie einen Anruf, bei dem ihr die Bankverbindung zu einer ausländischen Bank übermittelt wurde. Sie zahlte in Erwartung eines höheren Gewinns das geforderte Geld dort ein. Später erhielt sie von ihrem Geldinstitut die Information, dass das auf ihrem Konto eingezahlte Geld zurückgefordert wird. Einen Gewinn hat sie bislang nicht erhalten.

Die Polizei warnt vor dieser Masche: Immer wenn unter derartigen Umständen Geld auf Ihr Konto eingeht, sei es für einen Gewinn, den Kauf eines Gegenstandes wie beispielsweise einem Auto oder einer angebliche versehentlichen Überzahlung, ist es unter gewissen Umständen eine Zeit lang möglich, dass das eingezahlte Geld zurückgefordert und gebucht wird. Wenn die Betrugsopfer selbst das Geld bereits auf das Konto der Betrüger überwiesen haben, haben sie das Nachsehen.

Man sollte bei Gewinnversprechen klug und misstrauisch reagieren, rät die Polizei. Vor allem, wenn man an keinem Gewinnspiel teilgenommen hat und um Vorauszahlungen gebeten wird. Diese sind immer problematisch.

Im Zweifel sollte man sich mit der eigenen Hausbank oder der Polizei in Verbindung setzen, denn so fliegt ein Betrugsversuch schnell auf und es kann Anzeige erstattet werden.

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