Nur kleinere Mängel bei Lkw-Kontrolle an B 71

16 Verstöße wurden bei einer Lkw-Kontrolle am „Langen Heinrich“ festgestellt

Polizist kontrolliert Lkw
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Insgesamt wurden gestern 46 Fahrzeuge kontrolliert. Es gab nur kleinere Mängel.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Auf dem Parkplatz „Langer Heinrich“ an der B 71 bei Kakerbeck fand am Montag eine Lkw-Kontrolle statt. Es wurden von 7 bis 13 Uhr insgesamt 46 Fahrzeuge überprüft und davon wurden 16 Fahrzeuge beanstandet.

Kakerbeck – Darunter befanden sich Verstöße gegen die Ruhe- und Lenkzeiten, unzureichende Ladungssicherungen, technische Mängel an den Fahrzeugen und Geschwindigkeitsverstöße. Bei vier Fahrern erfolgte die Untersagung der Weiterfahrt, informierte Polizeikommissarin Franziska Hotopp.

Überwachung für weniger Verkehrstote und Schwerverletzte

Die Kontrolle fand während der ROADPOL (European Roads Policing Network)-Kontrollwoche „Truck & Bus“ statt. Mit der Verkehrsüberwachung, an der sich Verkehrspolizeien der Mitgliederländer der EU beteiligen, soll erreicht werden, dass es im Straßenverkehr weniger Getötete und Schwerverletzte auf Europas Straßen gibt. Die Kontrolle fand unter dem Einsatzleiter Marco Neiß mit dem Verkehrsüberwachungsdienst der Polizeiinspektion Stendal, und dem Bundesamt für Güterverkehr statt.

Mit dem Fernglas stand Polizeioberkommissarin Jana Buch an der Straße und konnte so schon von Weitem erkennen, ob die Lkw richtig beladen sind. Wenn nicht, ist das daran erkennbar, dass der Lkw mehr zu einer Seite kippt. Ihr Kollege winkte die Lkw aus dem Verkehr, die dann unter anderem auf den technischen Zustand, die Ladungssicherung, die Einhaltung der Ruhe- und Lenkzeiten sowie die Fahrer auf deren Fahrtüchtigkeit überprüft wurden.

Lkw mit Unfall, alkoholisert und unter Drogen

Bei einem Lkw war im vorderen Bereich erkennbar, dass das Fahrzeug einen Unfall hatte. Fahrzeugteile waren verbogen und der Lack ab. „Von unten war alles so weit okay, der Fahrer konnte weiterfahren“, sagte Polizeikommissarin Franziska Hotopp. Bei einem anderen Lkw waren Kartons nicht richtig gesichert, was der Fahrer korrigierte. Ein anderer Fahrer war mit 0,25 Promille unterwegs. Die Polizisten kontrollierten einen 45-jährigen Transporter-Fahrer, der ohne Führerschein unterwegs war und bei dem ein Drogentest positiv auf Amphetamine reagierte. Er wurde zur Blutprobenentnahme ins Altmark-Klinikum Gardelegen gebracht. Die Polizisten fertigten eine Strafanzeige wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln.

Bei den meisten Lkw, die am Montag kontrolliert wurden, gab es keine außergewöhnlichen Verstöße, sagte Einsatzleiter Marco Neiß. Er werde aber nicht nur kontrolliert und geahndet, sondern auch aufgeklärt, ergänzte er. „Und wenn wir die Fahrer erreichen, machen wir den Verkehr sicherer“, sagte Marco Neiß. Seine Kollegin Polizeikommissarin Annika Korf verteilte Infomaterial, darunter auch einen Aufkleber, der an die Rettungsgasse bei Stau hinweist. Es gab auch einen Präventionsstand, an dem die Fahrer unter anderem zu den Themen Sekundenschlaf, Rettungsgasse oder Handybenutzung am Steuer sensibilisiert werden sollten.

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