Neuendorfer Begehren stößt bei Stadträten auf Kritik / Gegenvorschlag: Mit dem Geld einen Steiger kaufen

10 000 Euro für Baumschnitt beantragt

Die Linden entlang der Durchgangsstraße in Neuendorf am Damm sollen für 10 000 Euro beschnitten werden. Doch der Stadtrat würde für dieses Geld lieber gleich einen Steiger kaufen. Foto: Schmidt

Neuendorf am Damm. „Ich halte diese Summe für reichlich hoch. “ Das sagte Kalbes Kämmerin Ingrid Bösener während der jüngsten Stadtratssitzung über ein Begehren des Ortschaftsrates von Neuendorf am Damm.

Die Abgeordneten wollen die deutlich mehr als 100 Linden entlang der Durchgangsstraße im Ort stutzen. Und das für 10 000 Euro.

Auch einige Mitglieder des Stadtrates hielten diese Summe für reichlich hoch. Auch wenn das Geld, wie Kalbes Bürgermeister Karsten Ruth berichtete, aus der noch vorhandenen Rücklage Neuendorfs am Damm genommen werde, was vertraglich so vereinbart ist.

Trotzdem: „Für mich ist das eine Menge Geld, nur für Baumschnitt“, so Ingrid Bösener. Sie empfinde die Summe als „sehr heftig.“ Und mit dieser Meinung stand sie nicht alleine. „So viel Geld rauszuschmeißen“, sorgte bei Stadtratsmitglied Sigrid Gühne aus Hagenau für „Unmut.“ Und auch Mathias Graf aus Kalbe hielt die 10 000 Euro für „überzogen.“ Uwe Wolf, der Grünflächenbeauftragte der Stadt, betonte, dass man die Schnittarbeiten an den Linden in Neuendorf am Damm nicht mit eigenen Kräften bewerkstelligen könne, weil die Linden dafür zu hoch gewachsen seien. Sie sind seinen Angaben zufolge etwa 15 Jahre alt. Und Wilfried Hartmann (Engersen) pochte darauf: „Das wäre das einzige und letzte Mal, das muss man den Neuendorfern sagen.“ Denn man könne es sich nicht leisten, alle paar Jahre so viel Geld für eine Baumschnittmaßnahme auszugeben.

Gegenvorschlag aus dem Kalbenser Stadtrat: Statt die Linden zu stutzen, könne man für dieselbe Summe gleich einen Steiger kaufen, mit dessen Hilfe dann die Grünflächen-Mitarbeiter der Stadt die Arbeit erledigen können – erst in Neuendorf und dann im gesamten Stadtgebiet. Dies will man dem Ortschaftsrat von Neuendorf am Damm nun als Alternative vorschlagen.

Von Stefan Schmidt

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