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Zweite Glocke für die Ipser Kirche?

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Von: Ina Tschakyrow

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Kirche
Regenrinnen wurden an der Ipser Kirche angebracht. Die Dachentwässerung soll den sanierten Ritzputz schützen. © Ina Tschakyrow

Das Konzept zur Trockenlegung der Ipser Kirche hat der Verein Ipse excitare erhalten. Eine Dachrinne wurde bereits installiert. Weitere bauliche Vorhaben sind geplant. Unter anderem eine zweite Glocke, die die Kirche einst hatte.

Ipse – Im Sommer wurde der historische Ritzputz der Ipser Kirche gefestigt und saniert. Dabei wurde festgestellt, dass die Feldsteine mit dem Ritzputz überputzt waren und der Ritzputz einst bunt angemalt war. Über den Ritzputz wurden hochwertige Quader angedeutet, die an den Rändern, besonders in den Fensternischen der Kirche bunt verziert waren, informiert Tilo Mottschall, Vorsitzender des Vereins Ipse excitare, auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Feuchtigkeitsmessungen für Gutachten

Um das Regenwasser von der Wand mit dem sanierten Ritzputz fernzuhalten, wurde kürzlich eine Dachrinne an der Kirche angebracht. Die Dachentwässerung war eine Empfehlung aus dem Zwischenbericht „Konzept zur Trockenlegung der Dorfkirche zu Ipse“. Dazu hat der Verein einen Leader-Förderantrag gestellt und das Konzept 2020 in Auftrag gegeben. Das Gesamtkonzept hat der Verein Ipse excitare schließlich Ende Oktober 2022 erhalten. Dazu wurden von November 2020 bis Oktober 2021 Messungen zur Grundfeuchtigkeit und zur Mauerfeuchtigkeit in der Kirche durchgeführt. „Als Ergebnis gab es eine Empfehlung bzw. Konzept, wie wir mit der Feuchtigkeit in der alten Kirche umgehen sollten und was wir bei zukünftigen Sanierungen beachten sollten“, informiert Tilo Mottschall. Dazu ergänzt der Vereinsvorsitzende, dass deutlich wurde, dass die Sanierung des Fußbodens wichtig ist. Dieser war „in den vergangenen Jahren meist mit einem grünen Bewuchs überzogen“, was sich allerdings in den vergangenen zwei Trockenjahren geändert habe.

Besprechung für weitere Bauvorhaben

Für weitere Vorhaben soll eine Prioritätenliste erstellt werden. Dazu soll es Anfang 2023 eine Besprechung mit allen Beteiligten, also dem Denkmalschutz, Kirchenkreis, Kirchengemeinde und Architekt geben, wobei auch die Maßnahmen und die Ergebnisse der Untersuchungen zur Feuchtigkeit in der Kirche sowie die Restaurierungen in diesem Jahr beraten werden.

„Der Grundplan und die Wünsche bleiben aber unverändert“, sagt Tilo Mottschall. Geplant ist die Sanierung des Fußbodens und der Bänke, das Verputzen und Streichen der Wand sowie den Dachreiten und die Wand des Kirchturmes zu sichern und zu sanieren. „Und wenn wir das alles geschafft haben, wäre auch die fehlende zweite Glocke im Turm noch eines der Ziele“, ergänzt der Vereinsvorsitzende.

Die Kosten für das „Konzept zur Trockenlegung der Dorfkirche zu Ipse“ belaufen sich insgesamt auf 20.000 Euro. Die Dachentwässerung hat 12.000 Euro gekostet. Der Kirchenkreis bzw. die Kirchengemeinde übernehmen 20 bis 30 Prozent der Kosten, 65 bis 80 Prozent werden aus EU-Geld über LEADER, ELER, und die Dorferneuerung finanziert und Restbeträge aus der Vereinskasse übernommen, teilt Tilo Mottschall mit.

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