Chefärztin und Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe vorgestellt / Angebot wird erweitert

Zwei neue Gesichter auf Station G7

Angelika Schmäcke

Gardelegen. Die Station G7 im Gardelegener Altmark-Klinikum hat eine neue Chefärztin: Angelika Schmäcke hat die Stelle in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe seit diesem Monat inne. Zuvor war dieser Posten mehrere Jahre lang vakant.

Und mit der neuen Personalie soll sich auch das Angebot der Abteilung verändern, verriet Schmäcke gestern bei der Feierstunde anlässlich ihres Dienstantritts.

Zwei Jahre lang hatte Oberärztin Dr. Heike Krüger die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe kommissarisch geleitet, hat „mehr Zeit hier als zu Hause verbracht“, wie der Ärztliche Direktor des Klinikums, Dr. Michael Schoof, anerkennend formulierte. Er und auch Geschäftsführer Matthias Lauterbach seien Krüger äußerst dankbar für ihren Einsatz. Künftig rückt die Oberärztin wieder ins zweite Glied hinter Angelika Schmäcke.

Georgi Marinov

Die neue Chefärztin wechselte aus dem Kreiskrankenhaus im thüringischen Greiz in die Altmark. Dort war sie in der gleichen Position tätig. Geboren ist Schmäcke in Berlin, wo sie auch studiert und kurzzeitig auch an der Charité gearbeitet hat. Weil sie weniger spezialisiert sondern sich zur „Allround-Medizinerin“ ausgebildet werden wollte, zog es sie aber nach Rüdersdorf zu einem Versorgungskrankenhaus, erklärte Schmäcke. Den Weg nach Gardelegen hat die Chefärztin nicht allein angetreten: Den Facharzt Georgi Marinov hat sie aus Greiz gleich „mitgebracht“. Die damit neu entstandene Personaldecke in der Gardelegener Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sei damit schon „fast als luxuriös zu bezeichnen“. Und das soll auch Auswirkungen haben: Die Geburtshilfe laufe bereits sehr gut, sagt Schmäcke. Doch in den Bereichen Onkologie und Urogynäkologie wolle man mit minimal-invasiven Eingriffen einerseits und spezieller Diagnostik andererseits etwas anbieten, was es in Gardelegen bisher nicht gab.

Die zuletzt wenig rühmlichen Schlagzeilen um das Altmark-Klinikum hätten sie nicht abgeschreckt, sagt Schmäcke. „Im Gegenteil.“ Der Krankenhausstandort müsse unbedingt erhalten bleiben, sonst seien die Menschen, die in der Region wohnen, die Leidtragenden. Deren Versorgung sicherzustellen, sei ihr ein großes Anliegen. Ihr Wechsel in die Altmark habe aber vor allem etwas mit der geographischen Lage zu tun. Genauer gesagt mit der Nähe zu Berlin. Da hat ihre Familie nämlich nach wie vor ihren Wohnsitz. Der zweite Neuzugang am Klinikum, Georgi Marinov, wird indessen ein Gardelegener: Zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern wird er in die Hansestadt ziehen.

Von Karsten Tenbrink

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