Stadt gibt mehr Geld für Gardelegens Jugendclub „Mood“, erwartet aber Angebote in den Dörfern

Das Ziel: Flächendeckende Arbeit

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Der Gardelegener Jugendclub „Mood“ befindet sich auf dem Gelände des Jugendförderungszentrums (JFZ) am Tannenweg in Gardelegen. Für dieses Jahr gibt es von der Kommune mehr Geld.

Gardelegen. Der vom Jugendförderungszentrum (JFZ) in Gardelegen betriebene Jugendclub „Mood“ erhält in diesem Jahr mehr Geld. Das haben die Mitglieder des Gardelegener Stadtrates während ihrer jüngsten Zusammenkunft entschieden.

Die „zusätzliche überplanmäßige Aufwendung in Höhe von 10.000 Euro“, wie es in der Beschlussvorlage heißt, ist allerdings an eine Bedingung geknüpft. Denn das „Mood“-Team soll ein Konzept erarbeiten, um künftig auch „in der Fläche“, also in den zum Stadtgebiet gehörenden Dörfern, tätig zu sein. Das sieht der Beschluss des Stadtrates vor.

Einen Vertrag zwischen dem JFZ und der Stadt gibt es seit Dezember 2009. Damals stimmte der Stadtrat – noch vor der Gebietsreform – einer Laufzeit von fünf Jahren zu. Diese Frist endet am 1. Januar 2015, mittlerweile gehörten zum Stadtgebiet 49 weitere Dörfer. Der zweite Vertrag lief über drei Jahre, endete also vor rund zwei Monaten.

Künftig soll „die flächendeckende Jugendarbeit...weiter ausgebaut werden“, heißt es in der Beschlussvorlage. Dafür bedarf es eines Konzeptes, an dem sich die Stadt zur Hälfte finanziell beteiligt. Erörtert wird in diesem Konzept, welche Zielgruppen in den Dörfern angesprochen werden sollen, welche Inhalte vermittelt werden sollen und wie sich beispielsweise künftig die Öffnungszeiten des „Mood“ verändern müssten.

Gegenstimmen im Gardelegener Stadtrat gab es von zwei Vertretern der Gemischten Fraktion, nämlich von Regina Lessing aus Letzlingen und vom Wannefelder Gustav Wienecke. Regina Lessing hatte sich im Vorfeld kritisch über Arbeit des Jugendclubs geäußert, der bislang keine Arbeit in den dazugehörigen Dörfern mache.

Einher mit der Erhöhung um 10.000 Euro auf dann 80.200 Euro für dieses Jahr geht auch ein vierteljährlicher Zwischenbericht des Jugendclubs im städtischen Sozialausschuss, wie weit die Erarbeitung des Konzeptes vorangeschritten ist. In einem Jahr wird dann neu verhandelt.

Von Stefan Schmidt

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