Antimilitaristisches Camp wird derzeit bei Potzehne aufgebaut / Friedensweg und Mahnwachen

Das Ziel: Demo an der GÜZ-Wache

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Mit Plakaten demonstrieren die bereits angereisten Camp-Teilnehmer gegen das Militär in der Heide.

Potzehne / Letzlingen. Das Ziel ist klar: „Wir wollen genau da demonstrieren, wo sich die Ursache unseres Protestes befindet. “ Das sagt Martin Rubert, einer der Teilnehmer des antimilitaristischen Camps, das seit Sonntag wieder auf einer Wiese bei Potzehne stattfindet.

Rubert meint den kommenden Sonnabend. Dann wollen die Militärgegner mit einer Demo vom Marktplatz in Letzlingen aus starten. Das Ziel ist das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) des Heeres östlich von Letzlingen. Genauer: Die Wache am Kasernenzaun. Dort wollen die „radikalen Linken“, wie Rubert die Teilnehmer des Camps nennt, gegen die Bundeswehr und speziell gegen den zivilen Betreiber, das „Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark“, kurz RDA, protestieren. Und sie sehen sich aufgrund vorangegangener Gerichtsurteile im Recht. Bisher stehe eine offizielle Bestätigung ihres Antrags, direkt vor der Wache zu demonstrieren, noch aus. Es gebe aber Hinweise von Seiten des Kreises, so Rubert, dass die Demo am Rande des militärischen Sicherheitsbereichs, also mehrere hundert Meter vor der Wache, enden soll. „Damit würden wir uns selbstverständlich nicht abfinden“, erklärt er. Also gebe es dann den Gang vor das Verwaltungsgericht in Magdeburg.

Die Demo soll am Sonnabend um „Fünf nach Zwölf“ – die Uhrzeit ist selbstverständlich auch symbolisch gemeint – stattfinden. Start ist auf dem Letzlinger Marktplatz. Dort findet am selben Tag, aber bereits um 10 Uhr, auch der Friedensweg der Bürgerinitiative „Offene Heide“ statt. Normalerweise protestiert die BI immer am ersten Sonntag im Monat gegen die militärische Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Ebenfalls am Sonnabend finden auf dem Marktplatz in Letzlingen sowie am Denkmal in Dolle Mahnwachen statt.

Von Stefan Schmidt

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