Zehn geprüfte Reinheits-Kontrolleure

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Feierlich nahmen gestern zehn frisch gebackene Hauswirtschafts-Prüfungsassistenten ihre Zertifikate entgegen. Mit ihnen freuten sich der leitende Betreuer „Hauswirtschaft“, Ralf Berger, Produktionsleiter Harry Wenzel und Ausbilder Jörg Ruchotzky (v.r.) sowie Prokuristin Beatrice Achtert (l.).

GARDELEGEN. Woche für Woche hatten sie sich freiwillig der zusätzlichen Aufgabe gestellt: Zehn junge Leute, alles Betreute der Lebenshilfe Altmark- West, ließen sich über einen Zeitraum von insgesamt zwei Jahren zum Prüfassistenten-Hauswirtschaft ausbilden. Gestern nahmen sie stolz ihre Zeugnisse entgegen. Von Gesine Biermann

Nils Gerhardt, Doreen Buschening, Andrea Pickert, Sina Seidel, Ines Bischoff, Markus Bethge, Bianca Leue, Mirko Jaenecke, Kerstin Jungnickel und Christian Grothe haben es geschafft. „Und es war keine Spielerei.“ Jörg Ruchotzky betonte diese Tatsache noch einmal ganz deutlich: „Die Anforderungen der theoretischen und praktischen Prüfungen entsprachen annähernd denen der Ausbildungen in der freien Wirtschaft.“ 23 Themenkomplexe hätten sich die zehn Männer und Frauen in den vergangenen 24 Monaten erarbeitet und anhand von Kontrollblättern sei das Wissen natürlich auch laufend überprüft worden.

Reinigungsgeräte und deren praktische Anwendung waren dabei ebenso Thema der Ausbildung wie der Umgang oder die Anwendung und Dosierung der verschiedenen Reinigungsmittel, die zuweilen auch Gefahrstoffe sein können, wie die zehn Prüfassistenten nun wissen.

Stolz machte den Theorie-Ausbilder, seinen Kollegen Ralf Berger als leitenden Betreuer im Hauswirtschaftsbereich aber auch Produktionsleiter Harry Wenzel aber vor allem, dass die zehn frisch gebackenen Prüfassistenten – nach nun erfolgreich bestandener Prüfung – ihre neuen Aufgaben tatsächlich auch sehr selbstbewusst wahrnehmen.

„Am Anfang“ habe er „in ängstliche Gesichter geschaut“, erinnerte sich Ruchotzky schmunzelnd. „Nun sehen wir Pädagogen in lauter strahlende Augen.“

Ganz besonders herzliche Glückwünsche für die zehn Prüflinge, von denen neun anwesend waren – Kerstin Jungnickel fehlte leider wegen Krankheit –, gab es gestern aber auch von Prokuristin Beatrice Achtert. Sie durfte an der feierlichen Zeugnisausgabe in Vertretung für Lebenshilfe-Chef Hans-Peter Haase teilnehmen, der gerade im Urlaub ist. „Ich finde vor allem toll, dass Ihr Euch neben Eurer normalen Arbeit über so lange Zeit weitergebildet habt“, lobte sie. „Ich wünsche Euch bei der Umsetzung nun auch ganz viel Spaß.

Mit dem nun abgeschlossenen Kurs erhielten übrigens nach bereits drei Weiterbildungen zum Prüfassistenten „Montierer“ zum ersten Mal zehn Hauswirtschaftler ihre Zeugnisse.

Anwenden werden die Frauen und Männer ihre Kenntnisse – ebenso wie ihre Kollegen von der Abteilung Montage – natürlich hauptsächlich in allen Bereichen der Lebenshilfehäuser selbst, so zum Beispiel in den Wohnheimen und Außenwohngruppen sowie in der Lebenshilfe-Verwaltung oder der Produktion; aber auch außerhalb der geschützten Arbeits- und Wohnstätten, unter anderem in der Kantine der Gardelegener AKT GmbH.

Und dass sie ihre künftige Stellung auch tatsächlich sehr ernst nehmen, und in Sachen Reinigung mit Argusaugen über die optimale Qualität wachen werden, versicherte gestern stellvertretend für seine neun anderen Kollegen Christian Grothe: „Runde Ecken gibt es bei uns nicht“, versprach er strahlend. Denn auf diese beliebten Reinigungsfallen werden die neuen Prüfassistenten von nun an ein wachsames Auge haben.

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