Würdigung der Courage

Gardelegen – von Stefan Schmidt Sie zu bekommen, ist nicht einfach. Denn viele wollen sie. Doch dem Gardelegener Geschwister-Scholl-Gymnasium ist es gelungen, eine von drei Wanderausstellungen der Weiße-Rose-Stiftung nach Gardelegen zu holen.

Und zwar in die Aula des Gymnasiums. Bis zum 25. Februar, also fast einen Monat lang, stehen die Schautafeln im Erdgeschoss und vermitteln einen Eindruck vom Leben und Wirken der Geschwister Hans und Sophie Scholl, die zuerst mitschwammen im Nazi-Deutschland der damaligen Zeit. Hans war Fähnleinführer in der Hitlerjugend, Sophie aktiv im Bund Deutscher Mädchen (BDM). Doch während ihres Studiums in München gingen sie in den Widerstand, wurden denunziert und landeten vor dem „Volksgerichtshof“ des berüchtigten Roland Freisler, der sie am 22. Februar zum Tode verurteilte. Noch am selben Tag senkte sich über ihnen das Fallbeil. Hans war 24, Sophie 21 Jahre jung.

Landrat Michael Ziche und Bürgermeister Konrad Fuchs würdigten die Zivilcourage der Scholl-Geschwister. Und Schulleiter Dietmar Collatz bedankte sich bei den etwa zehn Sponsoren, die die Ausstellung erst möglich gemacht hätten.

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