Gardelegens größter Vermieter, die Wobau, hält Leerstand auf konstant niedrigem Niveau

Nur 60 Wohnungen stehen leer

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Das Gardelegener Neubaugebiet Schlüsselkorb (im Hintergrund, vorne die alte Feuerwache) verzeichnet bei der Wobau eine Leerstandsquote von zehn Prozent – und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt. 

Gardelegen. Diese Baumaßnahme macht, streng genommen, die Statistik kaputt. Im Wohnblock an der Straße der Freundschaft 10 bis 12 im Gardelegener Neubaugebiet Schlüsselkorb wird für insgesamt rund vier Millionen Euro bis ins Jahr 2018 hinein gebaut.

Fahrstühle werden an der Außenfassade angebracht, die Wohnungen neu zugeschnitten. Deshalb stehen 34 Wohneinheiten nach jetzigem Stand leer – umbaubedingt.

Diese 34 offiziell als Leerstand gebuchten Wohnungen machen mehr als die Hälfte aller leer stehenden Wohneinheiten aus, die die Gardelegener Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), eine hundertprozentige Tochter der Stadt, derzeit vorzuweisen hat. Von den 1419 Wobau-Wohnungen im Kernstadtgebiet – die Wobau verwaltet darüber hinaus weitere 213 kommunale Wohnungen in den Dörfern des Gardelegener Stadtgebietes – sind derzeit nach Angaben von Wobau-Geschäftsführer Wolfgang Oelze nur 60 nicht belegt. Das entspricht einer Leerstandsquote von 4,23 Prozent. Nimmt man die Baumaßnahme an der Straße der Freundschaft 10 bis 12 aus dieser Statistik heraus, dann liegt die Quote sogar bei unter zwei Prozent.

In anderen Städten haben kommunale Wohnungsbaugesellschaften mit Leerstand in der Altstadt zu kämpfen. Das ist in Gardelegen anders. „Im Sanierungsgebiet“, so Wolfgang Oelze – und damit ist ein Großteil der Altstadt gemeint –, „haben wir derzeit nur neun leer stehende Wohnungen.“ Die höchste Leerstandsquote weist die Wobau im Neubaugebiet Schlüsselkorb auf. Dort ist jede zehnte Wobau-Wohnung – inklusive der bereits erwähnten Straße der Freundschaft 10 bis 12 – nicht vermietet.

Von Stefan Schmidt

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