Gardelegen hat Konzept zur Lehrergewinnung erarbeitet / Unter anderem Werbefilm geplant

Wohnung und Stipendium

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Damit es auch künftig genügend Lehrkräfte an den Tafeln gibt, will die Stadt Gardelegen Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört die Bereitstellung einer Wohnung für jene, die kurzfristig an eine der hiesigen Schulen beordert werden. 

Gardelegen. Was kann die Stadt Gardelegen tun, damit mehr Lehrer in den hiesigen Schulen Unterricht geben? Grundsätzlich ist die Besoldung der Lehrer und deren Entsendung in die jeweiligen Bildungseinrichtungen Ländersache.

Doch auf Initiative des Stadtrates Dirk Kuke gibt es nun ein Konzept, das darauf abzielt, mehr Lehrkräfte in die Schulen im Gardelegener Stadtgebiet zu bekommen – vor allem jüngere Kollegen. Denn der Altersdurchschnitt bei den Lehrkräften ist, wie auch woanders, sehr hoch. Viele Kollegen gehen bald in Rente oder den Vorruhestand. Da ist Nachwuchs nötig.

Eine der Maßnahmen: Für Praktikanten und Referendare sowie Berufsanfänger soll eine Gästewohnung in Gardelegen bereitgestellt werden. Denn wer kurzfristig nach Gardelegen zugeteilt wird, hat oft erstmal vor Ort keine Bleibe. In dem Konzept, das ab der nächsten Woche in mehreren Fachausschüssen beraten und am Montag, 11. Juni, im Gardelegener Stadtrat verabschiedet werden soll, wird eine solche Wohnung thematisiert. Die Gardelegener Wobau habe eine solche Wohnung gefunden und „einem entsprechenden Vorgehen zugestimmt“, wie es in dem sechsseitigen Papier heißt.

Weitere Maßnahmen, um Gardelegen als Schulstandort bekannter zu machen: Ein Filmkünstler soll „mehrere kurze Filmsequenzen“ drehen und sie „in Abständen in sozialen Medien“ verbreiten, um für Gardelegen und Umgebung zu werben. Unter anderem dafür sollen aus dem städtischen Haushalt 7000 Euro bereitgestellt werden.

Darüber hinaus soll ein Stipendium aufgelegt werden. Und zwar für jene Interessenten, „die bereit sind, sich nach Ende des Studiums an die Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen zu binden“, wie es in dem Konzept heißt.

All dies habe man, so steht es in dem Konzept, zuletzt in einer Runde mit Bürgermeisterin Mandy Zepig, Vertretern der Elternschaft, der Vorsitzenden des dafür zuständigen Schul- und Sozialausschusses, Sandra Hietel, sowie dem Vorsitzenden der antragstellenden Fraktion Freie Liste / Feuerwehr, Dirk Kuke, erörtert. Begleitet wird das Projekt vom Arbeitskreis „Bildungsstandort Gardelegen“, in dem Elternvertreter sowie Vertreter des Landes-Philologenverbandes mitwirken.

Von Stefan Schmidt

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