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Wohnmobil-Stellplatz ist in Dannefeld fertig

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Wohnmobil und Menschen
Detlef Thiele, sein Enkel Elias und Ralf Schulz vom Ortschaftsrat freuen sich über den Stellplatz und die touristische Bereicherung Dannefelds. © Renate Heinze

Der Caravan-Stellplatz in Dannefeld wurde fertiggestellt. Zwei Jahre betrug die Bauzeit. Unklar ist noch, wie zukünftig die Abrechnungen für Nutzer erfolgen.

Dannefeld – Die Dannefelder Gemeinde hat auf der Fläche hinter dem Feuerwehrgerätehaus am Köckter Weg ein kulturell-sportliches Zentrum geschaffen. Hier können Kinder an Spielgeräten toben, ein Fest-, Fußball- und Volleyballplatz sind entstanden und in einem kleinen Holzhaus treffen sich die Jugendlichen in ihrer Freizeit.

Auch Sitzgelegenheiten sowie ein Holzpavillon sind vorhanden. Nun ist am Rande dieser Fläche entlang des Köckter Weges auf einer gepflasterten Fläche von 60 mal vier Metern ein Stellplatz für vier Wohnmobile entstanden. Es gibt einen Strom- und Trinkwasseranschluss, eine Fäkalienspüle und einen Entsorgungsschacht für Abwasser. Erste Voraussetzungen dafür wurden bereits im April 2019 geschaffen, als Teile eines naheliegenden Garagenkomplexes abgerissen wurden.

„Wir hatten in der Vergangenheit immer wieder beobachtet, dass Wohnmobile am Köckter Weg parkten und die Leute dann mit ihren Fahrrädern losfuhren und die Region erkundeten“, sagte der stellvertretende Ortsbürgermeister Ralf Schulz. „Da entstand die Idee für einen Stellplatz für Wohnmobile oder/und -anhänger. Der Platz war vorhanden und so ein Stellplatz macht das ländliche Leben in der Region und natürlich auch Dannefeld attraktiver“, erklärte Ralf Schulz weiter. Gemeinsam mit der Naturparkverwaltung Drömling und der Hansestadt Gardelegen wurde das Projekt in Angriff genommen. „Wir haben ein Konzept mit unseren Wünschen und Vorstellungen ausgearbeitet und eingereicht. Die Stadt stellte beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten einen Antrag auf finanzielle Förderung“, informierte Ralf Schulz.

Verzögerungen wegen mangelnder Absprachen

Im September 2020 wurde mit den Arbeiten begonnen. Eine Firma aus Arendsee hat den Platz neu verrohrt, einen geeigneten Untergrund geschaffen und diesen gepflastert. Eigentlich sollte im März 2022 schon die Übergabe des Stellplatzes erfolgen, doch durch mangelnde Absprachen und Corona traten immer wieder arbeitstechnische Verzögerungen auf.

Für den Stellplatzbau, inklusive Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, mussten Kosten in Höhe von 110.000 Euro aufgebracht werden. Doppelt so viel, wie anfangs eingeplant. Über das ELER-Programm (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) gab es eine Förderung von 75 Prozent. Der Rest (25 Prozent) musste mit Hilfe von Eigenmitteln zur Verfügung gestellt werden. Wie zukünftig die Abrechnung mit den Stellplatznutzern erfolgen soll, ist derzeit noch nicht ganz ausgegoren. Zur Diskussion stehen verschiedene Varianten.

Die Objektabnahme soll voraussichtlich in den kommenden Tagen erfolgen.

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