Neue Räumlichkeiten gesucht, weil jetzige Gebäude bauliche Mängel haben

Was wird aus der Freizeitoase in Gardelegen?

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Die Freizeitoase ist in Gebäuden an der Letzlinger Landstraße untergebracht. Die Räumlichkeiten weisen bauliche Mängel, sodass die Gebäude eine Totalsanierung bräuchten.

Gardelegen – Wie geht es mit der Freizeitoase in Gardelegen weiter, fragte eine Einwohnerin während der Einwohnerfragestunde des Sozialausschusses. Sie habe gehört, dass es keine neuen Räumlichkeiten für die Einrichtung gebe.

Die werden aber benötigt, wenn die Freizeitoase weiter bestehen soll. Denn die Gebäude an der Letzlinger Landstraße sind in einem schlechten baulichen Zustand.

Bürgermeisterin Mandy Schumacher erklärte, dass erhebliche Mängel festgestellt wurden. Unter anderem sei der Brandschutz ungenügend, die elektrischen Leitungen marode, auch die Heizung müsste erneuert werden. Um alle Mängel zu beheben und die Gebäude entsprechend zu sanieren, wäre eine erhebliche Investition nötig. Insgesamt würden die Kosten bei etwa 800 000 Euro liegen, so Mandy Schumacher am Dienstagabend im Sozialausschuss. „Die Räumlichkeiten bräuchten eine Totalsanierung“, erklärte sie. Allerdings könne die Stadt nicht für einen Bildungsträger ein Objekt sanieren und dieses wird dann kostenlos genutzt. Denn die Freizeitoase befindet sich in Trägerschaft des VHS-Bildungswerkes und ist in einem Gebäude der Stadt untergebracht. Allerdings zahlt das VHS-Bildungswerk dafür keine Miete. Das Nutzungsverhältnis wurde seitens der Stadt bisher nicht beendet. Allerdings kann die Stadt wegen der baulichen Mängel nicht verantworten, dass die Freizeitoase in dem Gebäude bleibt.

Mandy Schumacher erklärte, dass bereits Gespräche mit der Geschäftsführerin des VHS-Bildungswerkes, Marion Brademann, stattfanden. Sie war gestern telefonisch nicht erreichbar.

Die Bürgermeisterin informierte die Anwesenden des Sozialausschusses weiter, dass bereits nach Ausweichmöglichkeiten für die Freizeitoase gesucht wurde. Unter anderem hätte das Gebäude, in dem mal die Tafel untergebracht war, genutzt werden können. Das wurde laut Mandy Schumacher aber abgelehnt, weil das Gelände nicht umzäunt ist. Ein Zaun ist aber wichtig, damit sich die Kinder und Jugendlichen auch draußen aufhalten können. Es wurden weitere städtische Immobilien angeschaut. Aber auch darunter fanden sich keine geeigneten Objekte, so die Bürgermeisterin weiter, die den Vorstellungen des VHS-Bildungswerks entsprechen. Auch kam die Idee auf, Jugendförderungszentrum und Freizeitoase zusammenzubringen. Aber es fand laut Mandy Schumacher keine Kontaktaufnahme statt.

Weil die Freizeitoase und das Angebot für die Kinder der Stadt aber am Herzen liegen, soll es Gespräche mit anderen Trägern geben. Die Bürgermeisterin erklärte, dass das VHS-Bildungswerk „wohl auch nicht Träger bleiben will“. In Trägerschaft des VHS-Bildungswerkes ist die Freizeitoase schon seit 20 Jahren. Damals hieß die Einrichtung noch Schullandheim. Vor der politischen Wende war es die „Station junger Naturforscher und Techniker“. Die Kinder und Jugendlichen waren in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, wie in der Flugmodell- oder Schiffmodell-AG, in der Foto-AG oder im Computerkabinett. Auch heute gibt es noch viele verschiedene AGen für die Kinder und Jugendlichen sowie ein buntes Freizeitprogramm. Und dieser Angebote soll es auch weiter geben, so Mandy Schumacher.

VON INA TSCHAKYROW

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