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„Wir fordern, dass mehr Tiere vermittelt werden“

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Interne Beratung: Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs (vorne) und Tierschutzvereins-Sprecher Stefan Quisdorf.

Gardelegen - Von Stefan Schmidt. Es war so etwas wie ein Gipfeltreffen. Es gab zwar noch kein Ergebnis. Aber es gab Forderungen. Und zwar an den Tierschutzverein Gardelegen / Klötze, der das Tierheim in Gardelegen betreibt und mehr Unterstützung seitens der Stadt einfordert.

„Uns ist klar, dass Sanierungsbedarf besteht.“ Das sagt Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs als Fazit eines Treffens mit Stefan Quisdorf, dem Sprecher des Tierschutzvereins Gardelegen / Klötze. Am Dienstagnachmittag trafen sich Fuchs und Quisdorf sowie Kreistierarzt Dr. Frieder Oßwald, eine Vertreterin des Landes-Landwirtschaftsministeriums, Lebenshilfe-Geschäftsführer Hans-Peter Haase, Jugendförderungszentrums-Geschäftsführer Ralf Böse, die Bündnis 90/Grünen-Bundestagsabgeordnete Undine Kurth – sie hat kürzlich die Schirmherrschaft über das Tierheim übernommen – sowie mit Reinhard Hapke, Mandy Zepig, Jörg Gebur und Hannelore von Baehr Vertreter von vier der fünf Gardelegener Stadtrats-Fraktionen.

Die Stadt, so Fuchs, erkläre sich bereit, einen finanziellen Anteil an einer „maßvollen Sanierung“ des Tierheimes zu leisten. „Etwa im Bereich von zehn Prozent der Kosten.“ Vorausgesetzt, der Tierschutzverein würde beim Land einen Fördermittelantrag stellen, um den Großteil der Finanzierung sicherzustellen.

Einen zusätzlichen finanziellen Zuschuss für dieses Jahr lehnt Fuchs ab. Der städtische Haushalt sei bereits beschlossen. Und auch im Nachtragshaushalt wäre wohl kein finanzieller Spielraum. Und überhaupt: Vielleicht sollte der Tierschutzverein erstmal jene 4 000 Euro, die die Stadt als Vereinsunterstützung in den Haushalt eingestellt hat, abrufen, so Fuchs spitz. Dies sei bisher – trotz der vom Tierschutzverein beklagten Geldknappheit – nicht geschehen.

Die Stadt, so Fuchs, habe Hilfe auch in Form anderer Vereine oder Organisationen angeboten. Nicht umsonst saßen Hans-Peter Haase (Lebenshilfe) und Ralf Böse (JFZ) mit am Tisch. Möglich sei auch eine Zusammenarbeit mit dem VHS-Bildungswerk, dem Suchthilfeverein Adrome und der Salus GmbH. Ausdrücklich erwähnt Fuchs auch, dass es durchaus einen „Plan B“ gebe, sollte sich der Tierschutzverein nicht mehr in der Lage sehen, das Tierheim betreuen. „Es hat diesbezüglich durchaus Gespräche gegeben“, so Fuchs.

Und: Sowohl Stadt als auch Kreis hätten darauf hingewiesen, dass mehr Tiere vermittelt werden müssten. In der Vergangenheit gab es häufig Klagen von Interessenten, dass die Tierheim-Mitarbeiter in dieser Hinsicht eher defensiv agieren würden. „Dass mehr Tiere vermittelt werden müssen“, so Fuchs unmissverständlich, „ist keine Bitte, sondern eine klare Forderung an der Tierschutzverein.“

Fuchs stellte zudem in Aussicht, dass die ab 2011 größer werdende Stadt Gardelegen mit dann 24 000 Einwohnern etwa 50 Cent pro Einwohner als Pauschale an das Tierheim überweist. Viele Gemeinde der jetzigen VG Südliche Altmark zahlen eine solche Pauschale bislang nicht.

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