500 000 Euro für die Sanierung des Burgwalls: Straßenbaumaßnahme greift 2017 doch noch nicht

„Wir bauen nicht ohne Fördergeld“

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Das Pflaster auf dem Burgwall in Gardelegen soll, wenn die Straße saniert wird, einer Asphaltschicht weichen. Doch für das nächste Jahr ist die Baumaßnahme mangels Fördergeld vom Land erstmal nicht vorgesehen.

Gardelegen. Geplant war die Baumaßnahme eigentlich für das nächste Jahr. Doch die Sanierung des maroden Fahrbahnbelags der Straße „Am Burgwall“ in Gardelegen wird wohl noch mindestens ein Jahr auf sich warten lassen.

Denn wie Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends auf Anfrage der Altmark-Zeitung mitteilt, habe die Stadt beim Land zwar Fördergeld beantragt. „Das ist für 2017 aber abgelehnt worden“, bedauert er. 

Die Folge: Obwohl die Planungen bereits abgeschlossen sind, soll im nächsten Jahr dann doch nicht gebaut werden. Denn „ohne Fördergeld werden wir nicht sanieren“, sagt Behrends angesichts einer geschätzten Bausumme von 500 000 Euro. Gibt es kein Fördergeld, dann hätte dies auch Nachteile für die Anlieger, die entsprechend tiefer in die Tasche greifen müssten. „Und das wollen wir natürlich verhindern“ betont Behrends.

Ursprünglich sollte der Burgwall in seiner ganzen Länge saniert werden. Soll heißen: Von der Arbeitsamt-Kreuzung über die Rechtskurve am Bürgerpark bis zum Fußgängerüberweg am Wall in Höhe des ehemaligen Gulliver-Spielplatzes. Doch möglicherweise verzichte man auf das letzte Stück hinter der Rechtskurve, das sich in einem besseren Zustand befindet als der übrige Teil des Burgwalls, der bei starken Regenfällen in der Vergangenheit auch mal komplett unter Wasser stand, erklärt der Bauamtsleiter. Und: Statt des bisherigen historischen Pflasters soll der neue Burgwall eine Asphaltschicht erhalten. Die Fahrbahn selbst befindet sich – anders als die sich direkt anschließende Burgstraße, die vor knapp drei Jahren saniert wurde – nicht mehr im innerstädtischen Sanierungsgebiet, unterliegt somit keinen besonderen denkmalschutzrechtlichen Auflagen.

Von Stefan Schmidt

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