Gartenakademie hat Kapelle gepachtet / Ausstellungen geplant / Erste Staudenbörse

Wieder Leben in St. Georg

Michaela Juhl (v.l.), Renate Ziegelski, Ines Matthies und Karin Lübke nutzten die Gelegenheit am Sonntag, um untereinander Stauden zu tauschen. Fotos: Weisbach
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Michaela Juhl (v.l.), Renate Ziegelski, Ines Matthies und Karin Lübke nutzten die Gelegenheit am Sonntag, um untereinander Stauden zu tauschen.
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Gardelegen. Vor mehreren Jahren wurde die Kapelle Sankt Georg in Gardelegen regelmäßig für Ausstellungen genutzt. Dann war es mehrere Jahre still in dem altehrwürdigen Gebäude aus dem Mittelalter. Nun soll wieder Leben einziehen.

Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist die Gartenakademie Sachsen-Anhalt, die im Oktober vergangenen Jahres mit ihrem Büro ins Salzwedeler Tor zog, Pächter der Kapelle und möchte sie wieder für Ausstellungen nutzen.

Christa Ringkamp mit den neuen Platzdeckchen für die Kinder.

Allerdings sind zuvor, wie Projektleiterin Christa Ringkamp sagte, noch einige Arbeiten notwendig. Der Fußboden müsse unbedingt gemacht werden. Auch ziehe Feuchtigkeit die Wände hoch. Zudem gebe es Gespräche mit der Denkmalsbehörde für die Nutzung der umliegenden Gartenanlage. Diese möchte die Gartenakademie mit Pflanzen neu gestalten, die es schon im Mittelalter gab. Dafür soll mit Schulen zusammengearbeitet werden.

Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Am Sonntag aber fand im St. Georg mit der Mitgliederversammlung des Vereins schon einmal die erste Veranstaltung statt. Und in deren Rahmen wurde Gabriele Wandrey-Fliß aus Gardelegen mit ihrem privaten Garten als 212. Mitglied aufgenommen, wie Ringkamp freudestrahlend verkünden konnte. Und die Mitglieder kommen aus ganz Sachsen-Anhalt. Es sind Kommunen, Institutionen und eben auch private Gartenbesitzer, die ihre Kleinode im Einklang mit der Natur gestalten und bewirtschaften – und dafür in der Gartenakademie die richtigen Ansprechpartner finden. 180 Plaketten für naturnahe Gärten konnten laut Ringkamp in den vergangenen drei Jahren an Gartenbesitzer bereits vergeben werden – Tendenz weiter steigend.

Auch die Vereinsmitglieder Hilde und Günter Preetz aus Schwiesau, die ihren Garten für die Öffentlichkeit öffnen, waren vor Ort.

Und neue Pflanzen für ihre Gärten fanden die Mitglieder und andere Interessierte am Sonntag bei der ersten Staudenbörse der Gartenakademie, die allerdings aufgrund des doch sehr kalten und unbeständigen Wetters am Salzwedeler Tor stattfand, das die Gartenakademie im vergangenen Oktober als neues Domizil bezog. Wer Stauden mitbrachte, durfte sich kostenfrei andere mitnehmen. Ansonsten wurde ein kleiner Obolus fällig. Und die Gelegenheit zum Tauschen nutzten unter anderem Ines Matthies und Karin Lübke aus Roxförde, Renate Ziegelski aus Gardelegen, Hilde und Günter Preetz aus Schwiesau sowie Michaela Juhl aus Salzwedel. Die Gartenberaterin von der Gartenakademie, Sibylle Meyer, stand allen bei Bedarf beratend zur Seite. Und für interessierte Kindertagesstätten und Schulen, die ihr Gelände in diesem Jahr mit Sonnenblumen schmücken möchten, hat sie noch einen ganz heißen Tipp: Die Gartenakademie gibt dafür ab dem 15. Mai Sonnenblumenpflanzen ab. Wer Interesse hat, kann sich dienstags von 13 bis 17 Uhr im Büro im Salzwedeler Tor, Telefon (0 39 07) 7 77 71 14, oder per Mail: info@gartenakademie-sachsen-anhalt.de, melden.

Aufwärmen konnten sich am Sonntagnachmittag alle im Salzwedeler Tor, wo nicht nur Kaffee und Kuchen bereitstanden, sondern auch eine wärmende Bärlauchsuppe und verschiedene Pestos. Zudem präsentierte Christa Ringkamp neue, liebevoll gestaltete Platzdeckchen als Präsent für die Mädchen und Jungen der 21 Kindertagesstätten von Beetzendorf bis Sangerhausen, die beim Projekt „Essgarten – Aus dem Boden auf den Teller und ins Glas“ mitmachen und sich mithilfe der Gartenakademie in den vergangenen Jahren einen eigenen kleinen Garten angelegt haben und bewirtschaften.

Von Elke Weisbach

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