Sanierung zu teuer

WGG-Wohnblock an Isenschnibber Straße wird abgerissen

Der Wohnblock an der Isenschnibber Straße 21 bis 27 in Gardelegen soll ab der kommenden Woche abgerissen werden. Eine Sanierung hat die WGG verworfen.
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Der Wohnblock an der Isenschnibber Straße 21 bis 27 in Gardelegen soll ab der kommenden Woche abgerissen werden. Eine Sanierung hat die WGG verworfen.

Gardelegen – Vor wenigen Tagen herrschte rege Bautätigkeit vor dem Neubaublock an der Isenschnibber Straße 21 bis 27 in Gardelegen. Die Außenanlagen vor den Eingängen sind planiert worden.

„Wir werden voraussichtlich in der nächsten Woche mit dem Abriss des Gebäudes beginnen“, sagt Henri Schulz, Vorstand der Gardelegener Wohnungsgenossenschaft (WGG), auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Pläne, mit dem Block etwas zu machen, gibt es bereits seit mehreren Jahren. Die 33 Wohnungen wurden im Jahr 1960 – also vor sechs Jahrzehnten – errichtet. Mittlerweile macht der graue Wohnblock nicht nur optisch nicht mehr den besten Eindruck. Im Jahre 2016 lebten noch vier Mietparteien in dem Block. Im vergangenen Jahr harrte noch ein einziger Mieter aus – der mittlerweile eine neue Wohnung bei der Gardelegener Wobau gefunden hat. Somit ist der Weg nun frei für den Abriss. Die Gardelegener Feuerwehr nutzte den leer stehenden Block im vergangenen Jahr sogar für Übungen während ihrer Ganztagsausbildung.

Wie Henri Schulz weiter erläutert, würde nach Berechnungen der WGG eine Sanierung rund 2,8 Millionen Euro kosten. „So viel Geld können wir nicht aufbringen“, sagt der WGG-Vorstand. Zumal die generelle Frage wäre, woher die Mieter für einen dann zwar sanierten, aber bisher leer stehenden Wohnblock kommen sollen. „Eine Sanierung, “ so sagt Henri Schulz, „würde sich für uns als Vermieter vermutlich nicht rechnen.“ Die Kosten für den nun anstehenden Abriss belaufen sich auf vergleichsweise bescheidende 155 000 Euro.

Also wird abgerissen. Anfang Februar soll die Abrissbirne kommen. Im Anschluss wird die Fläche begrünt. Ob dort nochmal gebaut wird oder die Fläche dauerhaft unbebaut bleibt, das habe man bei der WGG noch nicht entschieden, erklärt Henri Schulz.

VON STEFAN SCHMIDT

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