Rund 400 Gardelegener kamen, um für einen guten Zweck Riesenrad zu fahren

Wette bravourös gewonnen

Die ersten 192 Fahrgäste drehten bereits ihre Runden, da drängten noch immer Gäste zum Eingang des Riesenrads.

Gardelegen. Kurz vor 12. 30 Uhr war es bereits deutlich absehbar: Bürgermeister Konrad Fuchs wird die Stadtwette gegen Frank Domke, den Inhaber des mit 51 Metern höchsten Riesenrades in den neuen Bundesländern, das auf dem Tivoliplatz die Besucher erwartet, gewinnen.

Andrang ohnegleichen: Rund 400 kleine und große Gardelegener waren zum Riesenrad gekommen, um dem Bürgermeister zu helfen, die Stadtwette zu gewinnen. Fotos: Weisbach (8), Tenbrink (3)

Denn statt der 192 benötigten Einwohner hatten sich unter dem Riesenrad rund 400 – vom Kindergartenkind bis zum rüstigen Senior – aus der Kernstadt sowie den umliegenden Ortsteilen versammelt, um zugunsten der Flutopfer aus dem benachbarten Landkreis Stendal einige Runden zu drehen – und natürlich die Aussicht über die Dächer der Stadt zu genießen. Damit waren alle Gondeln sogar doppelt besetzt. Und jeder Anwesende bekam seine kostenlose Höhenfahrt. Kurz nach 13 Uhr verkündete es dann Frank Domke auch offiziell: „Wir haben die Wette verloren.“ Doch dabei strahlte er von einem Ohr zum anderen, während Konrad Fuchs triumphierend die Faust in die Höhe streckte. Aus den Händen von Enkelsohn Maximilian Domke durfte der Bürgermeister dann die 300 Euro Wetteinsatz entgegennehmen, die er aus seinem Bürgermeister-Verfügungsfonds mit ebenfalls 300 Euro aufstockte. Damit flossen aus der gestrigen Stadtwette 600 Euro in die Spendenaktion der Stadt für die Flutopfer, für die bis dato 5000 Euro eingegangen sind.

Die Stadt hofft noch auf mehr. Wer ebenfalls helfen möchte, kann seinen persönlichen Betrag auf jedes Stadtkonto (Sparkasse Altmark West, Blz.: 810 555 55, Kto.-Nr.: 3030 004 081; Volksbank Gardelegen, Blz.: 810 930 34, Kto.-Nr.: 150 150) unter dem Kennwort „Fluthilfe“ einzahlen. Denn jeder Cent zählt.

Von Elke Weisbach und Karsten Tenbrink

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