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Weteritzer Schlosspark soll dem Klimawandel angepasst werden

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Von: Ina Tschakyrow

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Gutshaus in Weteritz
Der erste Bauabschnitt zur Umgestaltung des Weteritzer Parks soll bereits im Oktober fertiggestellt sein. © Lea Weisbach

Der Weteritzer Schlosspark soll umgestaltet werden, und zwar so, dass der Bestand an Pflanzen an den Klimawandel angepasst wird. Dazu müssen Bäume gefällt werden, aber es werden auch viele neue Pflanzen eingesetzt.

Weteritz – Der Schlosspark in Weteritz soll umgestaltet und damit an den Klimawandel angepasst werden. Die Maßnahmen werden den Mitgliedern des Ausschusses für Bau- und Ordnungsangelegenheiten am Montag, 27. Juni, ab 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus in Estedt von der Landschaftsarchitektin Christa Ringkamp vorgestellt.

Der erste Bauabschnitt umfasst den Parkbereich im Norden westlich des Gutshauses. Das ist der ältere, ab 1831 angelegte Parkbereich, der bereits im 1858 aufgenommenen Messtischblatt vom Königlichen Preußischen Generalstab verzeichnet war, steht in der Beschlussvorlage.

Im ersten Bauabschnitt sollen Bäume entnommen, aber auch neu eingepflanzt werden, ebenso Sträucher, um den Bereich vor der Westseite des Gutshauses und den Weg wiederherzustellen. Es werden unter anderem Douglasien, eine Mandschurische sowie Blumen-Esche, Zerr-Eichen sowie eine Amur-Linde gepflanzt. Sträucher sollen so eingesetzt werden, dass die meisten Wegkreuzungen akzentuiert werden.

Die Wege werden entsprechend des historischen Zustandes wie dieser im Messtischblatt der preußischen Landesaufnahme in der Ausgabe von 1902 dargestellt ist, entwickelt.

Das Projekt befindet sich in der Planungsphase für den ersten Bauabschnitt. Laut des zeitlichen Ablaufes der Planungsphase soll in diesem Juni der Antrag für die denkmalrechtliche Genehmigung gestellt und die Ausschreibung vorbereitet werden, die dann im Juli beginnt. Erste Angebote sollen im Juli auch eingeholt werden, sodass im August die Submission, Auswertung und Beauftragung erfolgen kann und im September die Durchführung beginnen kann. Der erste Bauabschnitt soll dann in diesem Oktober fertiggestellt werden.

In Vorbereitung für die Projektplanung wurde eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die unter anderem die Sicherung des historischen Baumbestandes, Ersatzpflanzungen mit zukunftsfähigen Park- beziehungsweise Stadtbaumarten, Recherche und Analyse der historischen Gestaltung der Wiesen- sowie Gewässerbereiche ebenso der Wegeführung beinhaltet.

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf etwa 95.000 Euro. Das Projekt wird über das Leader-Programm gefördert.

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