Köckter sorgt sich, dass Baum auf sein Grundstück stürzt

Wem gehört die Esche?

Eine Esche steht in Köckte
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Die Esche steht in Köckte nah an den Wohnhäusern. Bei einem Sturm vor einigen Jahren fiel ein Ast auf einen Zaun.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Detlef Schulz aus Köckte sorgt sich um sein Haus. Denn unweit davon steht eine große Esche, deren Äste schon seinen Zaun beschädigten. Doch bisher war unklar, wer für den Baum zuständig ist.

Köckte – „Bei jedem Sturm haben wir Angst, dass der Baum auf das Haus fällt“, sagen Sabine und Detlef Schulz aus Köckte. Nur wenige Meter neben dem Grundstück des Ehepaars steht eine meterhohe Esche. Bei einem sehr starken Sturm vor einigen Jahren fielen belaubte Äste vom Baum, wovon ein Ast auf dem Grundstück landete und den Zaun beschädigte, wie Detlef Schulz mit einigen Fotos von damals zeigt. In dem Haus, wo der Zaun beschädigt wurde, wohnt der Vater von Sabine Schulz. Sie erzählt, dass ihr Vater Angst habe, wenn es stürmisch ist. Sabine und Detlef Schulz wohnen daneben. Auch ihr Haus befindet sich einige Meter entfernt von der Esche.

Köckter Esche schon oft Thema

Der Baum war in den vergangenen Jahren schon öfter Thema, erzählt Köcktes Ortsbürgermeister Torsten Polzin. Das Problem ist, dass sich der Baum auf der Grenze zwischen einer kommunalen und privaten Grundstücksfläche befindet und damit nicht eindeutig war, wer zuständig ist. Auf Nachfrage der Altmark-Zeitung informiert Dagmar Bauer, die in der Stadtverwaltung für den Grünbereich zuständig ist, dass sich der Baum auf einer privaten Fläche befindet, wie mit Kartenmaterial von einer Vermessung nun nochmals überprüft wurde. Es finden regelmäßig Vermessungen über das Landesamt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) statt. Das Kartenmaterial erhält die Stadtverwaltung – es zeigt, dass sich die Esche auf einer privaten Fläche befindet. Der Eigentümer dieses Grundstücks wurde darüber bereits informiert.

Gutachten für Köckter Esche

Weil jahrelang aufgrund des nicht wie heute durch entsprechende Technik genaueren Kartenmaterials geklärt werden konnte, wo sich die Esche befindet, hat die Stadt dennoch 2017 ein Gutachten für den Baum erstellt. Der Baum sei gesund, so Dagmar Bauer. Die Esche habe ein volles Wurzelsystem, das guten Halt gebe. Die Stadt hat trotzdem einige Schnittarbeiten in den vergangenen Jahren durchgeführt, was auch Detlef Schulz beobachten konnte. Er meint sich zu erinnern, dass der Baum sogar schon mal gefällt werden sollte, wozu es aber nicht kam.

Wenn ein Baum in der Gardelegener Einheitsgemeinde gefällt wird, muss ein entsprechender Antrag aufgrund der Baumschutzsatzung der Hansestadt Gardelegen gestellt werden, erklärt Dagmar Bauer. Auch, wenn sich der Baum auf einem privaten Grundstück befindet. Dann wird die Notwendigkeit einer möglichen Fällung geprüft und entschieden, ob der Baum gefällt werden muss, wenn er beispielsweise von Schädlingen befallen ist. „Es werden keine gesunden Bäume gefällt“, verdeutlicht Dagmar Bauer. Denn Bäume haben einen großen Nutzen, sie geben unter anderem Sauerstoff.

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