Trüstedtsches Haus muss weichen / Starke Einsturzgefahr / Kein Kaufinteressent mehr

„Wenn der Giebel kippt“

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Noch in diesem Jahr wird das Trüstedtsche Haus abgetragen, weil es eine Gefahr für die Fußgänger und Nachbarn ist.

Gardelegen. Das stadtbildprägende, aber einsturzgefährdete Trüstedtsche Haus an der Gardelegener Rudolf-Breitscheid-Straße wird es bald nicht mehr geben. Das ist die Kernaussage von Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs am Montagabend während der Stadtratssitzung.

Hannelore von Baehr (AfD) hatte beim letzten öffentlichen Tagesordnungspunkt nachgefragt und wollte „reinen Wein eingeschenkt“ haben.

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Wie Fuchs erklärte, habe es am Montag eine Beratung mit dem Bauordnungsamt des Altmarkkreises Salzwedel gegeben, bei der er darauf gedrängt habe, dass das Haus abgetragen wird. Das heißt, erhaltenswerte Holzteile werden gesichert. Eine Foto-Dokumentation wird erstellt, damit es vielleicht wieder in ähnlicher Form aufgebaut werden kann.

Eine andere Möglichkeit habe er nicht mehr gesehen. „Lassen Sie Schnee kommen, nassen Schnee kommen, dann besteht Gefahr für die beiden privaten Nachbarhäuser und für den Bürger auf der Straße, wenn der Giebel kippt“, so Fuchs. Und die Gefahr besteht. Denn ein Gutachter, der von der Stadt beauftragt wurde, hat dem Haus „starke Einsturzgefahr“ bescheinigt.

Dass sich die Stadt und der Altmarkkreis kümmern, liege daran, dass der Eigentümer es nicht tut. Der Kreis habe laut Fuchs schon mehrfach versucht, ihn aufzufordern, dort Ordnung zu machen. Aber er war „nie auffindbar“ oder „hat sich wohl verleugnen lassen“.

Ein potentieller Kaufinteressent, den es zwischenzeitlich gegeben habe, sei „nicht mehr im Boot“. Er sei sich laut Fuchs mit dem Eigentümer preislich nicht einig geworden.

Von Elke Weisbach

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