Baracke geht „vom Netz“

Weniger Flüchtlinge: Gardelegens Asyl-Unterkunft wird bald leergezogen

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Für 40 Personen ist die Baracke an der Philipp-Müller-Straße in Gardelegen ausgelegt. Derzeit leben dort auch 40 Flüchtlinge. Aber bald soll die Einrichtung leergezogen werden.

Gardelegen. Erst in einer Woche wird wieder ein Bus vorfahren. „Mit 40 uns angekündigten Flüchtlingen“, erklärte gestern Landrat Michael Ziche im Anschluss an eine Runde mit den hauptamtlichen Bürgermeistern und Verwaltungschefs der westlichen Altmark.

Getagt wurde im Gardelegener Rathaussaal. Doch in den vergangenen Woche kamen gar keine Flüchtlinge mehr in Salzwedel an. Folge: Die Lage hat sich nicht nur entspannt. Der Landkreis wird auch mehrere Wohnungen in einigen Dörfern kündigen und die Unterkunft neben der Kreisverwaltungs-Außenstelle an der Philipp-Müller-Straße in Gardelegen „demnächst vom Netz nehmen. “ Das kündigte Ziche an. Die Baracke ist für 40 Personen ausgerichtet und derzeit noch voll belegt. Sie sei, so Ziche, „recht kostenaufwändig“, mit eigenem Wachpersonal und Videoüberwachung. Wann das Gebäude, in der bis vor einigen Jahren noch die Tafel-Ausgabestelle untergebracht war, leergezogen wird, das mochte Ziche noch nicht sagen. Und: Die Räume sollen auch weiterhin optional für Flüchtlinge zur Verfügung stehen. „Wir behalten es im Stand-By-Modus“, so der Landrat.

Ein anderer Verwendungszweck für die Räume ist von der Kreisverwaltung also vorerst nicht geplant.

Von Stefan Schmidt

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