133 Jugendweihlinge machten in Gardelegen offiziell den ersten Schritt ins Erwachsenenleben

Die Welt ist klein und wir sind groß

Die Jugendlichen waren hier und da etwas aufgeregt. Doch dann löste sich die Anspannung und es wurde zur Musik gefeiert und getanzt.
+
Die Jugendlichen waren hier und da etwas aufgeregt. Doch dann löste sich die Anspannung und es wurde zur Musik gefeiert und getanzt.
  • Hanna Koerdt
    vonHanna Koerdt
    schließen

Gardelegen. „Wir versuchen, so erwachsen wie möglich zu wirken“, sagten am Sonnabend im Gardelegener Schützenhaus Sarina Hein und Felicitas Sophia Hirsch.

Die beiden 14-jährigen Mädchen hielten stellvertretend für die ersten 47 Jugendweihlinge am Morgen eine kleine Dankesrede und meisterten diese Aufgabe souverän und elegant. 

Landtagsabgeordneter Andreas Höppner hielt die Festrede.

Gar nicht so einfach ist es, vor vielen Menschen zu sprechen, aber auch das gehört zum Erwachsensein dazu, wie Gina Werthe, die durch das Jugendweihe-Programm führte, erklärte. Andreas Höppner ist im Sprechen vor vielen Menschen schon ziemlich geübt. Er hält schon seit einigen Jahren die Festansprache dieser Veranstaltung, die von den Mitgliedern der Interessenvereinigung Jugendweihe organisiert wird.

Felicitas Sophia Hirsch (l.) und Sarina Hein hielten ganz souverän eine kleine Dankesrede auf der Bühne.

Und wieder fand Höppner die richtigen Worte, die die Jugendlichen – insgesamt waren es am Sonnabend 133 Schüler der Gardelegener Karl-Marx-Sekundarschule, des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, der Kalbenser und der Miester Sekundarschule, der Rosa-Luxemburg-Schule sowie einige Gastkinder – auf ihren ersten Schritten ins Erwachsenenleben begleiten sollen. So sehr unterscheiden sich die Teenager und die Erwachsenen ja gar nicht, meinte Höppner. 

Musikalisch begleitet wurde die Jugendweihe im Gardelegener Schützenhaus am Sonnabend von der Stendaler Band „Tick2loud“ mit Liedern wie „Wir sind groß“ von Mark Forster.

Erwachsensein hieße nicht, jetzt gar keinen Spaß mehr haben zu dürfen. Oder dass Probleme auf magische Weise verschwinden. Auch Erwachsene können albern sein und auch Erwachsene haben große Herausforderungen zu meistern. „Vor euch liegt ein Weg voller Abenteuer. Und diese Abenteuer hören nicht auf, egal ob ihr 20 oder 70 Jahre alt seid“, so der Festredner. Um diese Abenteuer und die Überraschungen, die das Leben bietet, meistern zu können, brauche es Vertrauen. Vertrauen in sich, denn kein anderer werde die eigenen Probleme lösen können. Aber auch Vertrauen von anderen, wie zum Beispiel den Eltern. Denn dies stärke das Selbstbewusstsein.

Insgesamt wurden am Sonnabend in Gardelegen 133 Jugendweihlinge symbolisch in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Die Jugendweihe bot auch wieder ein abwechslungsreiches Showprogramm. So zeigten beim Hip-Hop und Rock’n’Roll die Tänzer der Tanzschule Schier-Rösel aus Stendal ihr Können. Für Stimmung sorgte die Stendaler Band „Tick2loud“. Auch wenn es der Bandname andeutet, aber einen Tick zu laut war die Band um die Sänger Lea Charlott Hoffmann und Dustin Saitzek nicht. Bei den Zeilen „Die Welt ist klein und wir sind groß“ (Mark Forster) oder „Ein Hoch auf uns“ (Andreas Bourani) hob es die Jugendweihlinge von ihren Stühlen.

Von Hanna Koerdt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare