Arbeiten an Empore fast abgeschlossen / Fenster sollen erneuert werden

Weitere Pläne für Gardelegener Nikolaikirche

Die Mittelsäulen und Brüstungen an einigen der Fenster werden erneuert beziehungsweise eingebaut.
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Die Mittelsäulen und Brüstungen an einigen der Fenster werden erneuert beziehungsweise eingebaut.

Gardelegen – Die Empore in der Gardelegener Nikolaikirche steht bereits seit einiger Zeit. Die Pflasterarbeiten haben auch kürzlich begonnen (AZ berichtete).

Nächste Woche ist die Baumaßnahme voraussichtlich sogar schon abgeschlossen, erzählt Klaus Bernstein vom Verein für Kultur- und Denkmalpflege.

Derzeit werden als Boden auf der Empore noch sogenannte WPC-Massivdielen von Mitarbeitern einer Fachfirma verlegt. Die Pflastersteine müssen noch bis unter die Empore verlegt werden. Die Säulen, an denen bereits vor einigen Monaten Arbeiten an den Steinen stattfanden, erhalten noch neue Ecksteine. An den Seitenbereichen in der Ruine wird Rasen angebaut.

Klaus Bernstein mit einem der Formsteine, die an die Fenster in der Ruine gebaut werden.

In den nächsten zwei Wochen werden die Arbeiten abgeschlossen sein, ist sich Klaus Bernstein sicher, „dann wäre alles schön für ein Weihnachtskonzert“. Das wird es aber coronabedingt in diesem Jahr nicht geben. Geplant war, auch als Einweihung für die Empore, dass der Gardelegener Männerchor Eintracht unter der Empore singt und die Mitglieder der Mildetaler Parforcehornbläsergruppe auf der Empore ihre Instrumente spielen. Nun wird die Einweihungsveranstaltung für die Neugestaltung des Außenbereichs der Nikokaikirche auf nächstes Jahr verschoben. Dazu sollen auch die Bürger eingeladen werden, die einen Stein erworben haben und damit die Bauarbeiten unterstützen und sich mit einem eingravierten Namen auf dem Pflasterstein auch verewigen. Dieser Boden soll noch beleuchtet werden, erzählt Klaus Bernstein.

Vor einigen Tagen wurde mit Strahlern getestet, welche Elemente in der Ruine angestrahlt werden könnten. An der Empore wird allerdings keine Beleuchtung angebracht, Veranstalter müssen entsprechendes Equipment mitbringen.

Während der jetzigen Arbeiten wird schon die nächste Baumaßnahme geplant. Die Fenster im Außenbereich der Ruine werden saniert. Die Fenster an der Südseite erhalten teilweise neue Formsteine für die Mittelsäulen, an denen einst die Fensterscheiben befestigt waren.

Auch die Streben der Fensterbrüstung werden an den Südfenstern erneuert. An den Fenstern in Richtung Nord wird teilweise Mauerwerk entfernt, die Fensterbrüstung sowie die Mittelsäulen angebaut, da diese am 15. März 1945 komplett zerstört wurden und die Fenster entsprechend anders gestaltet worden sind. Formsteine wurden schon bestellt. Die Baumaßnahme soll voraussichtlich nächstes Jahr in Angriff genommen werden.

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