Zusammenkunft in Sachau / Wasserverband soll investieren / Kränzchenreiten abgesagt

Wasserrohrbruch beschäftigt den Rat

Sachaus Ortsbürgermeisterin Kirsten Trittel (2. von rechts) zeigte den übrigen Ratsmitgliedern Henrik Rapp (l.), Marcel Wiegel und Nicole Leißring das kaputt gegangene Rohr, das sich unterhalb der Dorfplatz-Zufahrt befand.
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Sachaus Ortsbürgermeisterin Kirsten Trittel (2. von rechts) zeigte den übrigen Ratsmitgliedern Henrik Rapp (l.), Marcel Wiegel und Nicole Leißring das kaputt gegangene Rohr, das sich unterhalb der Dorfplatz-Zufahrt befand.

Sachau – Sie war zufällig in der Nähe. Und sah, wie Mitarbeiter des Gardelegener Wasserverbandes an einer Leitung in der Kopfsteinpflasterstraße in Richtung Dorfplatz in Sachau arbeiteten.

Kurz danach fragte Kirsten Trittel, Sachaus Ortsbürgermeisterin, ob sie das „Corpus Delicti“, nämlich das beschädigte Rohr, mitnehmen dürfe.

Durfte sie. Und so zeigte Kirsten Trittel während der Sitzung des Sachauer Ortschaftsrates, die am Donnerstagabend bei ihr daheim stattfand, eben jenes Rohr, das veraltet und technisch nicht mehr auf den neuesten Stand ist.

Das Problem: An dieser Stelle habe es in der jüngeren Vergangenheit bereits vier solcher Wasserrohrbrüche gegeben, berichtete Kirsten Trittel. Zumal gleich nebenan eine junge Familie einziehen wolle. Dauerhafte Beschädigungen an der Leitung direkt vor der Haustür seien deshalb nicht zumutbar – und nicht nur, weil dort jemand hinziehen wolle. Deshalb beantragten die Mitglieder des Sachauer Ortschaftsrates einstimmig, dass die Leitung erneuert werden soll.

Ein weiteres Thema während der Ratssitzung war der Plan der Gardelegener Stadtverwaltung, sich einen eigenen Blitzer anzuschaffen. Mit dem Ziel, an besonders neuralgischen Punkten wie vor Kitas und Schulen die Geschwindigkeit von Autofahrern zu kontrollieren (wir berichteten). Zwar gibt es in Sachau weder eine Kita noch eine Schule. Aber die vier Ratsmitglieder – neben Ortsbürgermeisterin Kirsten Trittel sind dies noch Henrik Rapp, Marcel Wiegel und Nicole Leißring – votierten einmütig für eine solche Investition. In Sachau selbst, so erklärte Kirsten Trittel, gebe es aber keinen zwingenden Anlass zu einer solchen Geschwindigkeitskontrolle. Dort gilt innerorts, vor allem im Bereich der Doppelkurve an der Kirche, eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer.

Die Ortsbürgermeisterin erklärte außerdem, dass das traditionelle Kränzchenreiten in diesem Jahr wegen der Corona-Einschränkungen abgesagt sei. Die Veranstaltung am Rande des Dorfes, die oft mehrere hundert Besucher aus der Umgebung anlockt, hätte am Sonntag 23. August, stattfinden sollen.

VON STEFAN SCHMIDT

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