Flüssigkeitsvorräte können angelegt werden

Weil Feuerwehr-Einsätze schlauchen können: Wasser für Wehren aus Stadtkasse

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Die Feuerwehren im Gardelegener Stadtgebiet können sich auf Kosten der Stadtkasse Wasservorräte anschaffen. Denn viele Einsätze in diesem Sommer gehen mit unter an die körperlichen Grenzen – da ist die regelmäßige Einnahme von Flüssigkeit wichtig.

Gardelegen. Nicht nur am Donnerstagabend waren die Feuerwehren des Gardelegener Stadtgebiets im Dauereinsatz (siehe Berichte in dieser Ausgabe). In diesem Sommer gibt es generell mehr Einsätze als noch im vergangenen eher nassen Sommer.

Die wochenlange Dürre und die hohen Temperaturen haben zu zahlreichen Bränden geführt. Hinzu kommen schwere Verkehrsunfälle wie zuletzt auf den Bundesstraßen bei Letzlingen und Mieste.

Für die Einsatzkräfte bedeutet dies: Neben der psychischen Belastung gehen viele Feuerwehrleute auch an ihre physische Belastungsgrenze. Bei hohen Temperaturen und teils drückender Schwüle in der schweren Einsatzbekleidung körperlich anstrengende Arbeit zu verrichten, das schlaucht. Dann ist Flüssigkeit vonnöten, muss während des Einsatzes und auch danach viel getrunken werden, um bei Kräften zu bleiben.

Was offenbar noch nicht alle Wehrleiter wissen: Getränke können auf Kosten der Stadt angeschafft werden. In vorheriger Abstimmung mit dem Gardelegener Ordnungsamt, das für die Wehren zuständig ist, können sich die Einsatzkräfte Getränkevorräte anschaffen, vor allem Wasser. Dies kann dann entweder im Gerätehaus oder gleich direkt in den Fahrzeugen deponiert werden. Damit die Ehrenamtlichen bei Einsätzen nicht auf dem Trockenen sitzen. Diese Wasserregelung kommt vor allem jenen Wehren zugute, die regelmäßig im Einsatz sind. Wie vor zwei Wochen bei einem schweren Unfall auf der Bundesstraße 188 bei Mieste, als mehrere Wehren vor Ort waren und die Miester Feuerwehr die mit ausgerückten Wehren teilweise mit Wasser versorgte. „Ich halte die Bereitstellung von Getränken für eine Selbstverständlichkeit“, sagt dazu Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. Bei Großeinsätzen wie dem Frapa-Plast-Brand vor gut einem Jahr in Gardelegen, als die Feuerwehren tagelang vor Ort waren, werden Essen und Getränke bei Bedarf zusätzlich geordert.

Von Stefan Schmidt

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