Schützenverein löst sich auf und muss sich liquidieren

Was wird aus dem Schützenhaus in Wiepke?

Das Foto zeigt das Schützenhaus in Wiepke.
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Nach der Auflösung des Vereins muss geklärt werden, was aus dem Schützenhaus wird.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Der Schützenverein Wiepke Hellberge löst sich auf. Deswegen muss sich der Verein liquidieren, wovon auch das Schützenhaus betroffen ist.

Wiepke – Eine Ortschaftsratssitzung sollte im vergangenen Jahr im Schützenhaus in Wiepke stattfinden. Dann kam die Corona-Krise, es fanden keine Sitzungen statt. Dann kam der Vorstand des Schützenvereins auf Ortsbürgermeister Michael Becker zu und sagte: „Du hast jetzt das Schützenheim“, erzählte Michael Becker am Dienstagabend während der Ortschaftsratssitzung.

Der Schützenverein Wiepke Hellberge löst sich auf, so der Ortsbürgermeister weiter. In der Satzung des eingetragenen Vereins steht, dass das Vermögen, der Besitz etc. liquidiert werden muss. Das, was anschließend noch vorhanden ist, muss von der Kommune für zwei Jahre verwaltet werden, falls sich in dieser Zeit der Verein neu gründet und damit sein Vermögen, Besitz etc. wiederbekommt, erklärte Michael Becker. Davon betroffen ist auch das Schützenhaus. Im Ortschaftsrat wurde überlegt, wie das Gebäude genutzt werden könnte. Aber auch das Schützenhaus müsste bei der Liquidierung verkauft werden.

Das Gebäude wurde kürzlich gemeinsam mit Bürgermeisterin Mandy Schumacher, Kämmerer Maik Machalz, dem Schützenverein und dem Ortschaftsrat angeschaut, um zu überlegen, wie das Schützenhaus genutzt werden könnte. Eine Nutzung mit der Stadt als Träger ist „ausgeschlossen“, so Michael Becker. Wenn der Stadt das Gebäude gehört, ist es ein öffentliches Gebäude, und dann müssen unter anderem Brandschutzauflagen erfüllt werden. Hinzukomme, erklärte der Ortsbürgermeister weiter, dass das Grundstück und das Gebäude verschiedene Eigentümer haben.

Der jetzige Stand sei, dass sich der Schützenverein liquidieren muss, die Stadt das Gebäude nicht kauft und auch die Ortschaft Wiepke nicht, weil „wir auch das Geld nicht haben“. Es sei denn, es finden sich Privatpersonen, so Michael Becker, aber auch für sie gelten die Auflagen. Der Schützenverein müsse versuchen, das Gebäude zu verkaufen.

„Wir hätten gerne die Räumlichkeiten“, sagte der Ortsbürgermeister und nannte einige Nutzungsmöglichkeiten: Es könnten dort Ortschaftsratssitzungen stattfinden, Skatabende, Seniorentreffen. „Wir haben hier nichts“, sagte Michael Becker und hofft auf den Neubau des Gerätehauses für die Feuerwehr. Wenn dieses in den nächsten Jahren in Wiepke neu gebaut wird, gibt es einen Besprechungsraum. Dieser könnte 20 Quadratmeter größer werden, so Uwe Schlonsak, Wehrleiter der Feuerwehr und Ortschaftsratsmitglied. Wenn das nicht möglich ist, soll angefragt werden, ob ein weiterer Raum dazu gebaut werden könnte. „Wir hoffen auf einen Zusatzraum“, so Uwe Schlonsak, sodass auch nicht alles im Gerätehaus stattfinden muss.

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