Gestaltung soll wie in Breitenfeld sein

Wannefelder Gräberstätte soll restauriert werden

Todesmärsche-Grabstätte in Breitenfeld
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So wie die Todesmarsch-Gräberstätte in Breitenfeld gestaltet wurde, soll auch jene in Wannefeld aussehen, allerdings ohne die Büsche.
  • Ina Tschakyrow
    VonIna Tschakyrow
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Die KZ-Gräberstätte auf dem Friedhof in Wannefeld, die Bestandteil der Todesmarschroute vom April 1945 ist, soll instandgesetzt werden. Die Mitglieder des Ortschaftsrates berieten über deren Gestaltung.

Wannefeld – Vorgeschlagen wurde im Ortschaftsrat zunächst, die Gräberstätte entweder so wie in Berge oder wie in Breitenfeld zu gestalten. Die Ortschaftsräte entschieden sich für eine Gestaltung wie in Breitenfeld, aber ohne die dort angelegten Büsche.

Die KZ-Gräberstätte wird nicht neu angelegt, sondern restauriert, wie auch bei den bereits instandgesetzten KZ-Gräberstätten in anderen Ortsteilen der Gardelegener Einheitsgemeinde. Die Grabplatten haben alle ein besonderes Merkmal und damit auch einen Wiederkennungswert für die Todesmärsche: ein rotes Dreieck. Die Grabstätten werden damit so gestaltet, wie sie auch ursprünglich angelegt wurden. Zur Beschreibung der Gedenkstätte soll eine Tafel angefertigt und angebracht werden. Der Text wird aus historischen Quellen übernommen und noch mit dem Wannefelder Ortschaftsrat abgestimmt.

Für die Sanierung wird zuvor zu den genauen Umständen im April 1945 durch verschiedene Experten recherchiert, ebenso werden Hinweise und Fakten von der Bevölkerung und auch Bildmaterial zur ursprünglichen Gestaltung gesammelt. Daraufhin folgt ein Antrag an die Denkmalschutzbehörde zur Genehmigung des Gestaltungsvorschlages und ein Antrag an das Landesverwaltungsamt für Fördermittel. Wenn der Fördermittelantrag bewilligt wurde, kann mit der Restaurierung begonnen werden.

Zuvor soll es zudem eine Informationsveranstaltung für die Einwohner mit Ausführungen von Torsten Haarseim geben, wobei auch weitere Fakten von den Wannefeldern zu dem Geschehen im April 1945 möglich sind. Die Erfahrung aus anderen Orten zeige, so Birgit Matthies von der Stadtverwaltung, dass so oftmals noch nicht gekannte Einzelheiten erfahren werden.

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