Ausbildungsverband: Kommandowechsel von Oberstleutnant Lobodzinski an Oberstleutnant Rudloff

‚Vorwärts der Blick – nimmer zurück‘

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Gemeinsam mit Oberst Uwe Alexander Becker (links) schritt der scheidende Kommandeur, Oberstleutnant Yorick Lobodzinski, gestern noch einmal die Truppe ab, rechts die II. Kompanie.

Letzlingen. Man merkte ihm an, dass es für ihn ein bewegender Moment war. Gestern verabschiedete sich Oberstleutnant Yorick Lobodzinski als Kommandeur des Ausbildungsverbandes im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) des Heeres bei Letzlingen.

Seine neue Verwendung führt ihn als Leiter der Gruppe Taktik-Fachlehrer an die Infanterieschule in Hammelburg. GÜZ-Leiter Uwe Alexander Becker entband ihn im Rahmen eines feierlichen Appells vom Kommando und übertrug es an seinen Nachfolger Oberstleutnant Kay Uwe Rudloff. Dafür angetreten waren die II. Kompanie (Panzergrenadiere) unter Hauptmann Maik Trilk, die III. Kompanie (Panzer) unter Hauptmann Stefan Köppe sowie die Jäger der IV. Kompanie unter Hauptmann Marcus Steffen und die V. Kompanie unter Hauptmann Markus Wieschnewski.

Vor dem offiziellen Kommandowechsel hatte zunächst Oberstleutnant Lobodzinski das Wort, der, wie später auch Oberst Becker, die Gäste aus der Kommunal- und Landespolitik, von der Landespolizei und dem Amtsgericht Gardelegen sowie aus der Bundeswehr – darunter auch Offiziere, unter deren Kommando er in verschiedenen Verwendungen stand und Ehemalige, die auch aus Berlin und Frankreich angereist waren – begrüßte. Deren zahlreiches Erscheinen zeige ihm das Interesse und die Verbundenheit mit der Bundeswehr, dem GÜZ und dem Verband mit seinen fast 550 Soldaten, der ein besonderer und einzigartiger im Heer ist. Denn er besteht wie ein Gefechtsverband aus verschiedenen Truppengattungen, nämlich Panzergrenadieren, Panzern, Jägern und Pionieren, und ist der ständige Übungsgegner für die Verbände des Heeres, die im GÜZ ausgebildet und für den Auslandseinsatz vorbereitet werden. „Auf eine einfache Formel gebracht: ein Verband, ständig im Krieg – ohne Blut“, so der Oberstleutnant. Und er zollte seinen Kameraden Respekt: „Dies alles bringt einzigartige Soldaten hervor – zähe und leidensfähige Männer, geführt von wendigen Führern auf allen Ebenen.“ Mit ihnen verbinden Lobodzinski über drei Jahre gemeinsam Erlebtes, die allerdings nicht nur gute Erinnerungen beinhalten. „Viermal stand ich am Grabe von Kameraden, die uns unvergessen bleiben.“ Andere schlechte Erinnerungen verblassen mit der Zeit, so der Oberstleutnant. „Doch ohne Schwarz ist Weiß nicht Weiß – und umso heller strahlen die guten und schönen Erinnerungen.“

Von Elke Weisbach

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