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Ziepeler Weg als Radfahr-Alternative

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Von: Stefan Schmid

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Waldweg mit Auto
Der Ziepeler Weg soll fahrradtauglicher gestaltet werden. © Stefan Schmidt

Der Radweg zwischen Jerchel und Weteritz wird wohl vorerst nicht gebaut.

Jerchel – Es sei „unverantwortlich, dort mit dem Fahrrad entlangzuradeln.“ Das merkten mehrere Einwohner von Jerchel während der jüngsten Bürgersprechstunde, die Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher kürzlich in Jerchel abhielt, an. Sie meinten die Landesstraße von Jerchel nordwärts in Richtung Weteritz. Die meist schnurgerade Strecke durch ein kilometerlanges Waldstück wird nicht nur von zahlreichen Autofahrern nach und von Gardelegen und der Bundesstraße 188 genutzt. Dort sind auch viele Brummi-Fahrer unterwegs. Deshalb sei ein Befahren der Straße mit dem Fahrrad lebensgefährlich, erfuhr Mandy Schumacher.

Das Problem: Ein möglicher straßenbegleitender Radweg, wie von einigen Jerchelern gefordert, liegt nicht im Verantwortungsbereich der Stadt. Denn es handelt sich um eine Landesstraße und somit wäre das Land Sachsen-Anhalt für den Bau eines Radweges zuständig. Doch die Verbindung Jerchel-Weteritz liegt im Landesradwegeplan auf Position 125 und befindet sich somit ganz weit hinten. Das liege daran, erläuterte die Bürgermeisterin, dass es andere Straßen gebe, die noch mehr frequentiert seien. Damit sei klar, so Mandy Schumacher, „dass in den nächsten Jahren nichts passieren wird“. So realistisch müsse man sein.

Eine Alternative für Radfahrer in Richtung Gardelegen wäre der Ziepeler Weg. Er führt ebenfalls fast schnurgeradeaus durch ein kilometerlanges Waldstück, ist aber unbefestigt. Ob die Stadt da nicht Abhilfe in Form einer Glättung des Weges schaffen könnte, wurde Mandy Schumacher gebeten. Zumal die Verbindung über Ziepel nach Gardelegen deutlich kürzer sei als über Weteritz.

Die Bürgermeisterin notierte sich das Anliegen – und fuhr den Ziepeler Weg nach dem Ende der Bürgersprechstunde mit Ordnungsamts-Mitarbeiterin Isolde Niebuhr mit dem Auto teilweise ab, um sich ein Bild vom Zustand des Weges zu machen.

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