Gartenakademie nimmt offiziell Arbeit auf / Kooperationsverträge unterzeichnet / Hotel auf Gutshof geplant

„Von hier geht Hoffnung für die Altmark aus“

Kooperationsverträge unter Dach und Fach: Magnus Staehler, stellvertretender Vorsitzender der Gartenakademie (2. v. r.) und Christa Ringkamp, Hortec Berlin (3. v. l.) , mit den neuen Partnern: Ralf Lauenroth (v.l.), Mansfeld Bildungszentrum GmbH, Dr. Ulrike Wendland, Landesamt für Denkmalpflege, Horst Forytta, Gartennetz Deutschland, und Claus Mangels Gartenträume Historische Parks und Gärten. Fotos (2): Walter

Zichtau. Den Erhalt und die Bewahrung historisch gewachsener Gartenlandschaften in der Altmark hat sich die „gARTenakademie Sachsen Anhalt“ mit Sitz auf dem Zichtauer Gut auf die Fahnen geschrieben.

Mit einer zweitägigen Eröffnungsveranstaltung nahm die Akademie am Donnerstag und Freitag nun offiziell ihre Arbeit auf.

Neben Fachvorträgen rund um das Themenspektrum historischer Gärten wurden dabei am Donnerstagabend auch vier Kooperationsverträge zwischen der Gartenakademie und weiteren Einrichtungen unterzeichnet.

Anne-Marie Keding, Staatssekretärin im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt (MLU) Sachsen-Anhalt, gab es unumwunden zu: „Am Anfang haben wir gedacht, was sind denn das für welche?“ „Welche“ – das waren der Investor Hasso von Blücher und sein Projektleiter der soeben gegründeten Stiftung „Zukunft Altmark“, die dem Ministerium in Magdeburg ihre Pläne für die Errichtung einer Gartenakademie auf dem Zichtauer Gut vorlegten.

Ein sinnvoller Standort für eine solche Einrichtung war Zichtau aus Sicht des Magdeburger Ministeriums damals nicht: „Wir waren geprägt von Skepsis“, bekannte die Staatssekretärin.

Doch dann seien viele gut durchdachte Konzepte aus der Altmark gefolgt, ein nachhaltiges Engagement und eine solide Finanzierung seien erkennbar geworden. „Und da haben wir plötzlich gedacht, meine Güte, da entsteht was“, so Keding.

Dass die Staatssekretärin und die Mitarbeiter des MLU mit dieser Wahrnehmung recht hatten, davon konnten sich in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Besucher des Gutes in verschiedenen Gartenseminaren sowie Schüler aus Gardelegen und Berlin im Berufsorientierungprojekt „Garden Sniffers“ überzeugen.

Magnus Staehler erläuterte in seiner Ansprache an das Festauditorium in der Orangerie des Gutes noch einmal, was genau die Gartenakademie in Zichtau vorhat: Unser Ziel ist es, historische Gartenlandschaften in der Altmark nicht nur zu haben, sondern zu erhalten und zu entwickeln“, erklärte er.

Im Zuge dessen wolle man Gartenliebhaber ansprechen, Weiterbildungsangebote schaffen, Schülern bei der Berufsorientierung helfen und der Region auch touristisch unter die Arme greifen. Für Letzteres solle schon bald am Standort des heutigen Gutshauses ein Hotel entstehen. Mit dem Bau eines Rotwildgatters auf dem Gutshof wolle man bereits in 14 Tagen beginnen. Die Stiftung Zukunft Altmark habe ihren Namen nicht grundlos gewählt, so ihr stellvertretender Vorsitzender. „Wir glauben an diese Region und ich bin mir mit dem Gardelegener Bürgermeister Konrad Fuchs einig, dass das, was in Zichtau passiert, gut ist für unsere Stadt“.

Fuchs betonte, für ihn sei der heutige Abend ein Höhepunkt. In Zeiten des demografischen Wandels und knapper öffentlicher Kassen bedürfe es neuer Wege und Ideen, um Kommunen durch Alleinstellungsmerkmale zu profilieren. Mit der Einrichtung der Gartenakademie habe die Stiftung „Zukunft Altmark“ ein solches Alleinstellungsmerkmal etabliert.

Fuchs erklärte, er erwarte positive Impulse auf die Lebensqualität und die Wettbewerbsfähigkeit der Region von dem Projekt. „Von hier und heute geht Hoffnung für die Altmark aus“, so der Bürgermeister.

Zum Abschluss der Eröffnungsveranstaltung unterzeichnete Magnus Staehler Kooperationsverträge mit dem Verein Gartenträume Historische Parks und Gärten in Sachsen-Anhalt, dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, der Mansfeld Bildungszentrum GmbH und dem Gartennetz Deutschland. Zu deren Hintergrund erklärte Staehler: Die Arbeit in Netzwerken sei für die Gartenakademie von grundlegender Bedeutung. Die Kooperation mit den Partnereinrichtungen solle helfen, die gesteckten Vorhaben erfolgreich umsetzen zu können. Und, so Staehler: „Wir hoffen in kurzer Zeit weitere Freunde für unser Projekt gewinnen zu können.“

Von Alexander Walter

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