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Vom Back- und Bethaus in Gardelegen bleibt der Backofen

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Von: Ina Tschakyrow

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Keller vom Back- und Bethaus
Der Kellerbereich, in dem sich der alte Backofen befindet, ist derzeit mit Metallplatten abgedeckt. Es wird noch eine Betonplatte mit eingelassener Glasplatte gebaut. © Ina Tschakyrow

Das Back- und Bethaus in Gardelegen ist abgerissen. Übrig geblieben ist ein alter Backofen, der im Kellerbereich war. Für diesen wird demnächst eine Betonplatte mit Glas gegossen, damit der Backofen gesichert ist.

Das Back- und Bethaus ist abgerissen. Übrig geblieben von dem Gebäude, welches sich auf dem Hof des Großen Hospitals in Gardelegen befindet, ist nur ein Bereich des Kellers, der sich rechtsseitig des abgerissenen Gebäudes befindet. Dort ist der alte Backofen bzw. das, was davon noch übrig ist. Der Backofen soll erhalten bleiben. Der Kellerbereich wurde mit Metallplatten abgedeckt, damit dieser trocken bleibt und der Backofen gesichert ist, erklärt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung Wolfgang Oelze, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft, die Besitzerin des Gebäudes bzw. des Großen Hospitals ist, welches sich allerdings im Eigentum der Vereinigten Hospitalstiftung zu Gardelegen befindet.

Derzeit ist der Bereich zudem von einem Bauzaun umgeben. Während der Abrissarbeiten wurden die Steine, die in den Keller vom Gebäude heruntergefallen sind, beseitigt. Der Keller auf der anderen Seite wurde beim Abbruch teils mitabgerissen und teils verfüllt.

Betonplatte mit eingelassener Glasplatte wird gegossen

Später wird noch eine Betonplatte für den Kellerbereich mit dem Backofen gegossen. Diese hat eine eingelassene Glasplatte, damit der Backofen sichtbar ist. Wie Wolfgang Oelze sagt, ist durch die Glasplatte die Backofenöffnung erkennbar. Die Abdeckung des Backofens ist eine Auflage des Altmarkkreises Salzwedel im Zusammenhang mit der Abrissgenehmigung. Die Unterlagen für die Abdeckung sind beim Altmarkkreis Salzwedel eingereicht worden. Es müsse genau dargelegt werden, wie die Abdeckung des Backofens erfolgen soll, so der Geschäftsführer. Gibt es eine Baugenehmigung, kann das Vorhaben umgesetzt werden. Wann die Betonplatte mit der Glasplatte angebracht wird, könne Wolfgang Oelze derzeit noch nicht sagen. Neben der Baugenehmigung muss für das Gießen der Betonplatte beispielsweise auch das entsprechende Wetter sein.

Planung für Sanierung beginnt

Mit dem Abriss des Back- und Bethauses kann mit der Sanierung des zweiten Flügels des Großen Hospitals begonnen werden. Dieser steht mit dem Auszug der Außenstelle des Landesschulamtes seit zweieinhalb Jahren leer. Das Vorhaben, den zweiten Flügel zu sanieren, wurde schon vor einiger Zeit beschlossen. Es konnte aber nicht umgesetzt werden, als die gerichtlichen Auseinandersetzungen zum Abriss des Back- und Bethauses begannen.

Nun kann mit den Planungen begonnen werden. Diese werden auch von der Denkmalschutzbehörde überprüft. Wann mit der Sanierung begonnen wird, ist noch unklar.

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