Wenig Demonstranten

Weitgehend friedlicher antimilitaristischer Protest gegen die Bundeswehr

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Friedliches Nebeneinander: Bundeswehr-Pressesprecher Thomas Poloczek (rechts) auf dem Letzlinger Marktplatz im Gespräch mit Militärgegnern.

Letzlingen. „Im Licht des Vollmonds war eine Gruppe von Leuten durch die Nacht nach Schnöggersburg gewandert. “ Fast schon poetisch klingt die Beschreibung der Militärgegner auf ihrer Internetseite.

Elf Personen sind in der Nacht zu Sonnabend auf den Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide und dann auch direkt an die Baustelle der Übungsstadt Schnöggersburg gelangt. Das bestätigte Bundeswehr-Pressesprecher Thomas Poloczek. Um fünf Uhr morgens waren sie an der Millioneninvestition angekommen, „betraten“ nach eigenen Angaben „ein großes Gebäude“ und machten ihre „Hausbesetzung . . .  durch Plakate und das Aufhängen von Transparenten deutlich“. Feldjäger hatten die Eindringlinge bereits vorher beobachtet und spürten sie in Schnöggersburg auf. Es wird wohl Ordnungswidrigkeitsanzeigen geben.

Ansonten verlief der Protest im Rahmen des „War starts here“-Camps gegen die Bundeswehr an diesem Wochenende friedlich. Bei den drei angemeldeten Mahnwachen rund um den Truppenübungsplatz – in Dolle, an der Zufahrt zur Schnöggersburg-Baustelle an der B 189 und auf dem Marktplatz in Letzlingen – kamen am Sonnabend während des so genannten „Aktionstages“ insgesamt kaum 100 Personen zusammen. Und auch die Polizeipräsenz war geringer als in den Jahren zuvor.

Die Militärgegner campieren seit dem vergangenen Wochenende auf einer Wiese bei Potzehne. Am heutigen Montag reisen die Demonstranten wieder ab.

Von Stefan Schmidt

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