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„Voller Schwung, Witz und Geist“

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Biermann
Mit Martin Hartmann (l.) und Horst Schubert (r.) waren auch die beiden ältesten Chormitglieder dabei. Im Hintergrund begrüßte der Lindstedter MGV die Gäste.

Lindstedt - Von Gesine Biermann. Der älteste Chor der Altmark lud gestern zu einem großen Jubiläum ein. Und das, wie könnte es anders sein, steckte voller Lieder...

Ihr Auftritt war der erste, am Sonntag in der Festscheune am Gemeindebüro: „Wir sind die Lindstedter Sänger, voller Schwung, voller Witz, voller Geist...“, verrieten die Herren dort auf der Bühne mehrstimmig. Voller Stolz waren sie natürlich auch. Eine solche Geschichte kann schließlich nur ein einziges Ensemble in der Altmark vorweisen: Genau 175 Jahre alt ist der Lindstedter Männergesangverein in diesem Sommer. Und das wurde selbstverständlich in großem Stil gefeiert.

Wie sich das für ein solches Jubiläum gehört, gab‘s natürlich auch Geschenke. Zahlreiche Chöre aus der Region hatten ihre schönsten Lieder mitgebracht. Alle gemeinsam machten das Fest zur Freude der vielen Besucher so zu einer klangvollen Angelegenheit.

Bevor sich die einzelnen Klangkörper präsentieren durften und bei Kaffee, Kuchen und einem kühlen Bierchen gefeiert wurde, waren sie allerdings zunächst durchs Dorf marschiert. Und in der Scheune gab es schließlich auch noch einen offiziellen Teil. Vereinschef Wolfgang Dieterich tauchte mit den Gästen ein Stück in die Vereinsgeschichte ein und zeichnete gemeinsam mit Arnulf Gey – der als Stellvertreter für Alfred Fischer vom Landeschorverband da war – zwei Chormitglieder aus. So erhielt Martin Hartmann die Goldene Verbandsnadel für seine 50-Jährige Mitgliedschaft und Hugo Schäfer die silberne, für 20-jährige Vorstandsarbeit.

Glückwünsche – und dazu einen Scheck über 500 Euro – überbrachte zudem Bürgermeisterin Kati Lembke.

Sie versicherte dem Chor zum einen, dass „eure Lieder in den nächsten 175 Jahren bestimmt eine größere Chance darauf haben, unvergessen zu bleiben, als das Lied von Lena“, und dem Publikum zum anderen, dass Lindstedt mit seinem Chor sogar die Gebietsreform überstehen werde. „Der Chor hat zwei Weltkriege überlebt, da schafft er das doch locker.“

Und das bestätigten die Lindstedter Herren schließlich auch stimmgewaltig zum Dirigat von Wolfgang Preiß.

Nach ihnen ließen am Sonntag dann auch der Lindstedter Kirchenchor, der Männergesangverein 1876 Letzlingen, der gemischte Chor „Eintracht“ Berkau/Bismark, der MGV „1885 Berge“, der Männerchor „Eintracht“ Gardelegen, der Engersener Frauenchor „Altmärker Frohsinn“, der Männerchor Mieste, die Folkloregruppe Brunau und die Männergesangvereine „1883 Jeetze“, Neuferchau und „Einigkeit“ Engersen die Gastgeber musikalisch hochleben.

„Wo man singt, da lass Dich ruhig nieder“, verspricht ein Volkslied.

Lindstedt war am Sonntag ein guter Platz dafür.

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