Firmenchefs sind mit kommunalen Einrichtungen zufrieden, mit „Standortattraktivität“ eher nicht

Ein Viertel sind Handwerksbetriebe

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In Gardelegen gibt es Großbetriebe und Discounter, aber auch zahlreiche Handwerksfirmen. Die Firmenchefs vermissen vor allem schnelles Internet und eine bessere Infrastruktur.

Gardelegen. In etwa jeder vierte im Gardelegener Stadtgebiet ansässige Betrieb ist eine Handwerksfirma. Das geht aus einer Unternehmensbefragung hervor, die die Stadt Gardelegen – genauer: Wirtschaftsförderin Julia Schlüsselburg – in den vergangenen Monaten gemacht hat.

Von den 62 Firmen, die sich an dieser Befragung beteiligt haben, sind genau 27,03 Prozent und somit etwas mehr als ein Viertel Handwerksbetriebe.

Rechnet man die knapp 19 Prozent hinzu, die sich im Bereich Handel angesiedelt haben, so ist fast jeder zweite Betrieb im Gardelegener Stadtgebiet entweder eine Handwerksfirma oder ein klassisches Geschäft, wie beispielsweise jene in der Gardelegener Innenstadt. Dazu kommen noch Industrie und Produktion (13,51 Prozent), Land- und Forstwirtschaft (8,11 Prozent), Tourismus (ebenfalls 8,11 Prozent) sowie Transportwesen (5,41 Prozent) und Gastgewerbe (2,70 Prozent). Weitere 16,22 Prozent fallen unter den Bereich „Sonstiges“.

Während viele der befragten Firmenchefs die kommunalen Einrichtungen wie Schule und Kita mit 2,3 bewerten, also diesem Angebot die Note „Gut“ geben, sieht es bei der medizinischen Versorgung schlechter aus. Dafür gibt es nur die Schulnote 3, also befriedigend. Ähnlich schlecht sieht es im Bereich „Telekommunikations- und Datenverkehrsinfrastruktur“ aus, also beispielsweise beim Thema schnelles und stabiles Internet. Hier gab es die Note 3,0 – angesichts von immer noch vorhandenen Funklöchern in einigen Regionen des Gardelegener Stadtgebietes ist das fast ein überraschend gutes Ergebnis.

Noch schlechter sieht es bei der „Allgemeinen Standortattraktivität“ aus. Dafür gab es von den befragten Betrieben lediglich die Schulnote 3,5 – kein Wunder, denn die nächste Autobahn ist von Gardelegen aus mindestens 45 Minuten entfernt.

Von Stefan Schmidt

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