Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen

Zu viele verwilderte Katzen in Gardelegen

Diese Katze schaute im vergangenen Jahr in der Redaktion vorbei.
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Diese Katze schaute im vergangenen Jahr in der Redaktion vorbei. Sie hatte keinen Halter, war draußen unterwegs und schwanger. Wie auch viele andere Katzen in Gardelegen.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Gardelegen – In Gardelegen vermehren sich seit einigen Jahren freilaufende Katzen unkontrolliert. Es gibt in der Stadt mittlerweile sogar schon mehrere Hotspots, wo bereits Kolonien von verwilderten Katzen leben.

So leben beispielsweise besonders viele verwilderte Katzen auf dem Wall und in den Kleingärten.

Die verwilderten Vierbeiner stammen meist von unkastrierten Freigängerkatzen aus Privathaushalten ab, die sich vermehrt haben. Um der unkontrollierten Vermehrung freilaufender Katzen entgegenzuwirken, wird eine Rechtsgrundlage mit der zweiten Änderung der Gefahrenabwehrverordnung der Hansestadt Gardelegen geschaffen.

In dieser steht unter dem Paragrafen 9, Absatz 8: „Katzenhalter/innen, die im Gebiet der Hansestadt Gardelegen ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor in geeigneter Weise (mittels Tätowierung oder Transponderchip) kennzeichnen zu lassen. Als Katzenhalter/in im Sinne dieser Verordnung gilt auch, wer freilaufenden Katzen regelmäßig Futter zur Verfügung stellt“.

Somit können Katzen, die bei Fangaktionen eingefangen werden und mit einer Tätowierung oder einem Transponderchip gekennzeichnet sind, gleich wieder freigelassen werden. Die nicht gekennzeichneten verwilderten Katzen werden kastriert und anschließend gekennzeichnet. So lässt sich nachverfolgen, welche Katze einen Besitzer hat und möglicherweise noch für die Zucht vorgesehen ist.

Die Kennzeichnungspflicht betrifft vorerst nur die Stadt und nicht die Ortsteile, da sich in Gardelegen „die freilaufenden Katzen im Vergleich zu anderen Ortsteilen der Hansestadt Gardelegen besonders stark vermehren“, steht dazu in der Beschlussvorlage.

Die bisherigen Maßnahmen, die die Stadt gemeinsam mit dem Gardelegener Tierschutzverein umgesetzt hat, wie zum Beispiel das gezielte Einfangen und Kastrieren einzelner streunender Katzen, haben wegen der schnellen Vermehrung der Katzen nicht ausreichend gewirkt.

Ziel der Änderung in der Gefahrenabwehrverordnung ist, die hohe Population an verwilderten Katzen zu verringern, „um ihnen das Leid, welches sie durch das Leben im Freien und in Folge dessen auch das Leid durch Krankheit und Hunger, zu ersparen“, steht in der Beschlussvorlage, über die am 11. Januar die Mitglieder des Ausschusses für Bau- und Ordnungsangelegenheiten sowie am 19. Januar die Mitglieder des Hauptausschusses beraten und am 25. Januar die Mitglieder des Stadtrates entscheiden.

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