Zahlreiche Touristen besuchten die Einheitsgemeinde und ihre Sehenswürdigkeiten

„Viele sagen, sie kommen wieder“

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Mehr Touristen als in den Vorjahren besuchten die Einheitsgemeinde. Sie schauten sich in Gardelegen die Altstadt und Wallanlagen an. Auch das Letzlinger Schloss und das Gut Zichtau interessierte die Gäste aus Nah und Fern.

Gardelegen. „Die Saison war gut, es war viel los“, erzählt Monika Gille von der Gardelegener Tourist-Information, „es waren mehr Touristen hier, als sonst.“

Diese kamen in den Monaten von April bis September unter anderem aus Dänemark, Irland, Amerika, den Niederlanden, Polen, Barcelona, dem Fichtelgebirge, Dresden, Berlin, Hamburg, Rostock oder auch der Altmark, wie Monika Gille mit einem Blick in ihre Aufzeichnungen aufzählt.

Manche machten Urlaub, kamen in die Hansestadt, um Verwandte zu besuchen, ihre alte Heimat zu besichtigen, oder um an Klassentreffen teilzunehmen. Einige Touristen machten sich auch auf den Weg nach Gardelegen, weil sie den Stand der Hansestadt bei den Internationalen Hansetagen, die im Juni in Rostock stattfanden, besuchten, weiß die Stadt-Mitarbeiterin, die selbst vor Ort war. Es habe sie sehr gefreut, dass Rostocker deswegen hierher kamen.

Gekommen sind auch viele Touristen, die „auf den Spuren der Hanse wandeln“. Und dabei erinnert sich Monika Gille an eine Familie, von denen zwei Mitglieder mit dem Stempel der Gardelegener Tourist-Info nun alle Stempel der acht Städte, die im Altmärkischen Hansebund sind, haben. „Das ist sehr selten, dass jemand alle Stempel hat“, so die Stadt-Mitarbeiterin erstaunt. Sonst fehlen bei den Heften meist noch zwei, drei Hansestadt-Besuche. Oftmals besichtigen die an der Hanse interessierten Gäste auch die Stadt, weil sie selbst in einer Hansestadt leben.

Etliche der Touristen waren auch auf Durchreise, erzählt Monika Gille, und machten „einen Abstecher hierher“, weil sie beispielsweise nicht Autobahn fahren oder abseits der Autobahnen alte Städte besuchen wollten. Oder Großstädter, die in ländliche Regionen reisen, die „Ruhe suchen“. Diese wurden von der Einheitsgemeinde auch oft überrascht, berichtet die Stadt-Mitarbeiterin. „Sie haben nicht erwartet, was sie hier alles entdeckt haben“. Beispielsweise das Letzlinger Jagdschloss, Gut Zichtau, aber auch Sehenswürdigkeiten in Gardelegen, wie die Altstadt oder die Wallanlagen wurden von den Gästen, unter denen auch zahlreiche Radtouristen und Wanderer waren, angeschaut. Außerdem wurde die Alte Löwenapotheke, in der sich die Tourist-Info befindet, besichtigt, ebenso wie die verschiedenen Ausstellungen in der Galerie. Die Besucher informierten sich dort zudem über die Stadtgeschichte und nahmen an Stadtführungen teil, die in den letzten Monaten viel Zuspruch fanden.

Und wie fanden die Touristen Gardelegen und die umliegenden Ortschaften? Anscheinend sehr gut, denn Monika Gille hörte oft, dass „viele Touristen, die hier waren, noch mal wieder kommen“. Und das empfehle sie den Gästen aus Nah und Fern auch, „da sie längst nicht alles gesehen haben“.

Von Ina Tschakyrow

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