Mehr Kontrollen vom Außendienst

Gardelegener beschweren sich: Zu viele Hundehaufen

Über Hundehaufen in der Stadt, wie beispielsweise hier am Gardelegener Wall beim Tiergehege, beschwerten sich in den vergangenen Tagen Bürger.
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Über Hundehaufen in der Stadt, wie beispielsweise hier am Gardelegener Wall beim Tiergehege, beschwerten sich in den vergangenen Tagen Bürger.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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„Hundekot auf dem Gehweg der Bornemannstraße in Gardelegen nimmt unzumutbares Ausmaß an“ hat ein Bürger im Behördenmelder „Sag’s uns einfach“ der Stadt Gardelegen geschrieben.

Gardelegen – Auch in verschiedenen Gruppen bei Facebook gab es in den vergangenen Tagen Beschwerden darüber, dass es zu viele Hundehaufen gibt, die von den Haltern liegen gelassen werden.

„Das Thema kommt immer mal wieder auf“, sagt Florian Kauer, Fachdienstleiter für allgemeine Gefahrenabwehr im Fachbereich Sicherheit und Ordnung. Im vergangenen Jahr beschwerten sich Einwohner aus Letzlingen und Estedt über Hundehaufen auf den Gehwegen. Mehrfach waren die Hinterlassenschaften der Vierbeiner Thema in den Ortschaftsräten. Im Jahr zuvor informierte Kloster Neuendorfs Ortsbürgermeister Andreas Höppner, dass am Weg neben dem Spielplatz etliche Hundehaufen liegen. Ein Foto zeigte, dass auf wenigen Metern fast 20 Mal Hundekot lag, den die Halter der Tiere nicht wegmachten.

Das Problem in den Ortschaften hat sich nicht lösen lassen, sagt Florian Kauer: „Es ist mal mehr, mal weniger schlimm.“. Nun gibt es das Problem in Gardelegen. Gelöst werden kann es vor allem dadurch, dass „an die Vernunft der Bürger appelliert wird“, so Florian Kauer.

Die Außendienstmitarbeiter sind vermehrt in Gardelegen unterwegs, um zu kontrollieren, wobei diese nicht nur für das „Hundehaufen“-Problem zuständig sind, sondern in den 49 Ortsteilen der Einheitsgemeinde auch andere Aufgaben erledigen müssen.

Wenn die Außendienstmitarbeiter in ihrer Dienstkleidung beispielsweise auf dem Wall kontrollieren, sammeln Hundehalter die Hinterlassenschaften auch auf. Anders ist es aber, wenn ein Ordnungsamtsmitarbeiter nicht Dienstkleidung trägt, weil er privat unterwegs ist. Dann konnte schon öfters beobachtet werden, wie der Hundekot liegen gelassen wird. Erwischen Außendienstmitarbeiter bei ihren Kontrollen Hundehalter, die den Kot nicht einsammeln, werden diese entsprechend informiert. Oftmals entschuldigen sich die Hundebesitzer und „sagen, dass sie keine Tüte dabei haben“, erzählt Florian Kauer. Diese gibt es dann von den Außendienstmitarbeitern und die Hundehalter sammeln den Kot ein. Die meisten Hundehalter sammeln aber die Hinterlassenschaften ein und haben Tüten zur Entsorgung dabei, sagt Florian Kauer. Es gibt aber auch Besitzer, die nicht einsichtig sind, sodass auch schon ein Ordnungswidrigkeitsgeld verhängt werden musste. Das Nichtentfernen von Hundekot stellt eine Ordnungswidrigkeit laut der Gefahrenabwehrverordnung der Stadt dar: „Durch Tiere verursachte Verunreinigungen durch Abkotung auf Straßen und in Anlagen sind durch den Führer der Tiere unverzüglich zu entfernen. Hierzu ist ein geeignetes Hilfsmittel für Aufnahme und Transport mitzuführen und auf Verlangen Verwaltungs- oder Polizeivollzugsbeamten vorzuweisen“, steht dort. Verstöße können mit bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Und wer entfernt die Hundehaufen, wenn das nicht die Halter machen? Die Betreuten vom Suchthilfeverein Adrome, erzählt Florian Kauer. Mit dem Verein hat die Stadt einen Vertrag. Es gibt verschiedene Routen, die die Betreuten in der Stadt ablaufen. Es wird vor allem Müll eingesammelt, aber auch Hundehaufen.

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