Skater-Anlage im Bürgerpark wird teurer

Viel Geld für Rollsport

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Im Gardelegener Bürgerpark soll eine Skater-Anlage entstehen. Eine Variante mit „Strahlkraft“ wäre 240.000 Euro teuer. 

Gardelegen – Der geplante Bau einer Skater-Anlage im Gardelegener Bürgerpark wird teurer als eigentlich geplant. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Mitglieder des Gardelegener Stadtrates hervor.

Demnach war im vergangenen Jahr davon ausgegangen worden, dass das Fördergeld aus der „Energiequelle Stiftung“ für Windräder in Höhe von 100.000 Euro ausreicht, um die Anlage im Naherholungsgebiet nördlich der Gardelegener Altstadt zu errichten. Verwaltung und Stadtrat hatten sich darauf geeinigt, das Geld für eine einzige größere Maßnahme und nicht auf Jahre verteilt für mehrere kleinere Investitionen auszugeben (wir berichteten).

Doch diese 100.000 Euro, so heißt es in der Beschlussvorlage, reichen nicht aus. In einem Grundsatzbeschluss sollen die Stadträte nun bei ihrer Sitzung am Montag, 28. Januar, über zwei Varianten abstimmen, die beide deutlich teurer als 100.000 Euro sind.

Als „optimale Variante“ wird eine rollbare Fläche von 660 Quadrarmetern – das wären beispielsweise 26 mal 26 Meter – aufgelistet. Eine solche Anlage „bietet allen Rollsportlern ... eine vielfältige Nutzung und hohe Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Elemente“ und würde „über die Stadtgrenzen hinweg Rollsportler anziehen“. Es könnte „eine Anlage entstehen, welche über die Stadtgrenzen hinaus attraktiv ist.“ In der vom Bauamt erstellten Vorlage spricht man sogar von einer „Strahlkraft“.

Die allerdings teuer ist. Statt 100.000 Euro wären dann 240.000 Euro nötig. Geld, das eben nicht nur aus der „Energiequelle Stiftung“ genommen werden kann. Sondern auch aus dem Förderprogramm „Stadtumbau Ost“, aus dem nach den Vorstellungen des Bauamtes 70.000 Euro entnommen werden könnten – vorausgesetzt, das Landesverwaltungsamt stimmt zu. Was aber bisher noch nicht geschehen ist. Darüber hinaus könnte auch Geld bei Lotto-Toto Sachsen-Anhalt beantragt werden. Maximal wären auf diese Weise 75.000 Euro an Förderung möglich.

Eine zweite, preisgünstigere Variante für eine Skater-Anlage im Gardelegener Bürgerpark sieht eine Fläche von vergleichsweise bescheidenen 440 Quadratmetern vor. Diese Variante „reduziert sich auf das Wesentliche“ und wäre 170.000 Euro teuer.

Von Stefan Schmidt

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