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Verzögert sich Brückenbau bei Wiepke?

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Von: Ina Tschakyrow

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Bauarbeiten an Brücke
Bei Wiepke wird eine Brücke erneuert. © Ina Tschakyrow

Es könnte wegen fehlender Materiallieferungen zu Verzögerungen beim Brückenbau an der B 71 bei Wiepke kommen. Trotzdem wird versucht, die Bauarbeiten wie geplant bis Dezember abzuschließen.

Wiepke – Seit Ende Mai wird am Ersatzneubau für die Brücke über die Zichtauer Bäke bei Wiepke gebaut. Die Bundesstraße 71 ist deswegen in diesem Bereich gesperrt. Die Umleitungen führen über Kalbe und Klötze. Bis Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Es könnte aber zu einer zeitlichen Verzögerung von 14 Tagen kommen, teilt Meike Portius, Leiterin des Regionalbereichs Nord der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit. Bei der Materiallieferung gibt es Schwierigkeiten. „Die Beschaffung der Bewehrung für den Anschluss der Widerlager an den Überbau“ stelle laut Meike Portius ein Problem dar, denn es fehlen Einbauteile aus Edelstahl, die noch nicht geliefert werden konnten. Weiterhin wurde ein Fehler bei der Bewehrungsstahllieferung für den Überbau festgestellt, sodass eine Nachlieferung erfolgen muss, bevor der Beton in die Widerlagerschalung eingebracht werden kann. „Derzeit wird intensiv geprüft, ob der sich daraus ergebende Zeitverzug von circa 14 Tagen durch vorziehen anderer Arbeiten oder sonstige Beschleunigung der Arbeiten wieder aufgeholt werden kann“, sagt Meike Portius. „Der Landesstraßenbaubehörde liegt sehr daran, den Fertigstellungstermin Ende Dezember zu halten“, so die Regionalbereichsleiterin weiter.

Sie informiert, dass bisher die Gründungsarbeiten für das Brückenbauwerk abgeschlossen werden konnten. Dann werden, wenn die Lieferungen angekommen sind, die Widerlager eingeschalt und bewehrt. Anschließend ist dann die Betonage der Widerlager vorgesehen. Während Unterbauten hergestellt werden, erfolgt der Ausbau des Gewässerprofils westlich der Bundesstraße, was derzeit schon gemacht wird. Nach Fertigstellung der Unterbauten wird das Gewässerprofil unter dem zukünftigen neuen Bauwerk hergerichtet, informiert Meike Portius. Anschließend wird das Traggerüst errichtet, sodass die Herstellung des neuen Überbaus erfolgen kann.

Derzeit befinden sich die Bauarbeiten im veranschlagten Kostenrahmen. Das Land Sachsen-Anhalt investiert insgesamt etwa 1,5 Millionen Euro in den Ersatzneubau. Die alte Gewölbebrücke aus dem Jahr 1910 wies sehr starke Schäden auf, sodass eine Sanierung aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht in Frage kam.

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