Sanierung des Großen Hospitals an der Kreuzung Wollbrandtseck in Gardelegen geht weiter

Verkauf an Stadt oder Wobau?

Kämmerei-Mitarbeiterin Manuela Dietrich-Beckers vor einer Tafel der Konsum-Backwarengenossenschaft Kalbe aus DDR-Zeiten, die sich sich im Großen Hospital befindet. Man glaubt es kaum: Laut Denkmalschutz muss diese Tafel stehen bleiben.
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Kämmerei-Mitarbeiterin Manuela Dietrich-Beckers vor einer Tafel der Konsum-Backwarengenossenschaft Kalbe aus DDR-Zeiten, die sich sich im Großen Hospital befindet. Man glaubt es kaum: Laut Denkmalschutz muss diese Tafel stehen bleiben.

Gardelegen. Die Bauarbeiten sind im vollen Gange. „Wir gehen davon aus“, so Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs, „dass die Dacharbeiten noch in diesem Jahr fertig werden. “ Fuchs ist als Stadtoberhaupt auch automatisch Vorsitzender der Hospitalsstiftung.

Diese Stiftung, gegründet vor vielen hundert Jahren, besitzt das Große Hospital an der Kreuzung Wollbrandtseck in der Gardelegener Innenstadt. Und dieses geschichtsträchtige Gebäude wird seit mehreren Monaten saniert. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Sanierung des Daches.

Das ist aber noch nicht alles. Demnächst beginnen die Arbeiten im Gebäude-Inneren. Vorrang habe dabei die Trockenlegung des Mauerwerks, so Konrad Fuchs. Denn die seit vielen Jahren eindringende Feuchtigkeit sei eines der größten Probleme am Bauwerk. Der Stiftungsrat der Vereinigten Hospitalsstiftung hat während seiner jüngsten Zusammenkunft das Geld dafür – es handelt sich um Fördergeld – abgenickt. Fuchs hofft, dass die umfangreichen Sanierungsarbeiten spätestens im Sommer 2013 beendet sein werden. „Unser Ziel ist ein trockenes Gebäude“, so der Stiftungsratsvorsitzende gestern.

Und was passiert nach der Sanierung? Derzeit steht das Gebäude entlang der Ernst-Thälmann-Straße größtenteils leer. „Dort Wohnungen einzurichten“, sagt Fuchs, „wäre nicht finanzierbar.“ Der Sanierungsaufwand wäre dafür zu hoch. Also spekuliert er auf „Büroräume.“ Konkrete Mietanfragen gebe es aber noch nicht, so Fuchs.

Das Große Hospital soll nach den Vorstellungen des Stiftungsrates übertragen werden. Und zwar entweder direkt an die Stadt oder an deren hundertprozentige Tochter, die Gardelegener Wohnungsbaugesellschaft (Wobau). Wobau-Aufsichtsratvorsitzender ist – Konrad Fuchs. „Ich gehe davon aus, dass die Wobau sich ihrer Verantwortung für das Stadtbild bewusst ist“, erklärt Fuchs. Soll heißen: Es gibt bisher kein Nein von der Wobau-Leitung.

Von Stefan Schmidt

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