Planungsrecht für „Remonte II“ liegt vor

Untersuchungen für weiteres Baugebiet in Gardelegen

7000 Quadratmeter groß ist die Fläche an der Bismarker Straße in Gardelegen, die derzeit untersucht wird. Dort sollen Eigenheime entstehen.
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7000 Quadratmeter groß ist die Fläche an der Bismarker Straße in Gardelegen, die derzeit untersucht wird. Dort sollen Eigenheime entstehen.

Gardelegen – Das mögliche Wohngebiet „Remonte II“ an der Bismarker Straße in Gardelegen wird seit dieser Woche untersucht. Konkret: Seit Montag laufen in zwei Bauabschnitten Untersuchungen durch Tiefbauarbeiten.

Wie das Gardelegener Bauamt mitteilt, müssen diese Bodenuntersuchungen stattfinden, weil das 7000 Quadratmeter große Gelände einst von der Roten Armee genutzt wurde und es „deshalb „klar ersichtlich“ sei, „dass Untersuchungen des Bodens in Zusammenarbeit mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst des Altmarkkreises Salzwedel erforderlich werden“. Neben möglichen Kampfmitteln, die sich im Boden befinden könnten, gibt es auch Bodenuntersuchungen zur Ermittlung der Bodenschichten und Lagerungsverhältnisse der Erdschichten sowie der anstehenden Grundwasserverhältnisse. Kurzum: „Im Ergebnis der Untersuchungen wird sich herausstellen, ob in dem geplanten Baugebiet eine Wohnbebauung möglich ist.“

Untersucht wird im ersten Bauabschnitt, so teilt die Gardelegener Stadtverwaltung mit, bis in eine Tiefe von anderthalb Meter. Der zweite Bauabschnitt sehe eine weitere Tiefe mit bis zu fünf Meter unter Geländeoberkante vor.

Ende 2018, also vor rund anderthalb Jahren, hatte die Stadtverwaltung die Fläche bei einer Versteigerung in einem Berliner Hotel erworben. Auch damals schon mit dem Ziel, dort – einst stand auf dem Gelände die Remonte-Reitschule – Eigenheime entstehen zu lassen. Solche Eigenheime stehen bereits seit einigen Jahren auf der Fläche „An der Remonte“ südlich des nun zu untersuchenden Gebietes. Dazwischen verläuft die Zufahrtsstraße zur Willi-Friedrichs-Sporthalle. Um das gesamte Baugebiet zu vervollständigen, „sollen mit dem jetzigen Bauleitplanverfahren die Grundlagen geschaffen werden“, heißt es in der Pressemitteilung des Bauamtes weiter. Das Planungsrecht dazu werde derzeit geschaffen, der Bebauungsplan befinde sich in der Aufstellung.

VON STEFAN SCHMIDT

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