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WLAN nur in Miester Grundschule

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Von: Ina Tschakyrow

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Grundschule in Gardelegen
Im März 2021 erhielt die Stadt Fördergeld aus dem „Digitalpakt Schule“ für die sechs städtischen Grundschulen. Bisher gestaltet sich die Umsetzung des Digitalpaktes schwierig. © Ina Tschakyrow

Im März 2021 erhielt die Hansestadt Gardelegen Fördergeld aus dem „Digitalpakt Schule“ für die sechs städtischen Grundschulen. Bisher war die Umsetzung des Digitalpaktes schwierig.

Gardelegen – Im März 2021 erhielt die Hansestadt Gardelegen Fördergeld aus dem „Digitalpakt Schule“. Insgesamt gab es mit einem Eigenanteil der Stadt etwa 401 000 Euro. Beantragt wurde die Förderung für die sechs Grundschulen in städtischer Trägerschaft. Voraussetzung für die Förderung war ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept für jede Grundschule. Was konnte bisher mit dem Fördergeld, das bis zum 31. Dezember 2024 verfügbar ist, umgesetzt werden?

Zunächst soll das Geld für die Verkabelung des Schulgebäudes genutzt werden, „denn für schulisches WLAN und digitale Tafeln muss zunächst die IT-Infrastruktur neu errichtet bzw. verbessert werden“, erklärt Dezernatsleiter Andreas Hensel auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Umsetzung schwierig

Aber als Schulträger gestalte sich die Umsetzung des Digitalpaktes schwierig. Trotz „umfangreicher technischer Vorplanungen haben wir noch nicht den Stand erreicht, der für die Grundschulen wünschenswert wäre“, sagt Andreas Hensel weiter und ergänzt, dass sich derzeit eine digitale Tafel auf dem aktuellen technischen Stand lediglich in der Jävenitzer Grundschule befindet, über ein schulisches WLAN nur die Grundschule in Mieste verfügt und der Aufbau der Verkabelung in der Grundschule „Karl-Friedrich-Wilhelm-Wander“ fast abgeschlossen ist. „Für die übrigen Grundschulen steht die Ausschreibung der Leistungen für die strukturierte Verkabelung für das kommende Jahr bevor“, so der Dezernatsleiter.

Mehr Eigenmittel benötigt

Die Grundschulen wünschen sich laut der Konzepte, dass „alle Unterrichtsräume über ein leistungsfähiges WLAN und interaktive digitale Tafeln verfügen. Daneben sollen regelmäßig zwei Klassensätze von mobilen Endgeräten an jeder Schule vorgehalten werden“, sagt Andreas Hensel. Aber bereits jetzt sei aufgrund der Kosten für die baulichen Maßnahmen und die notwendige Netzwerktechnik absehbar, „dass die Mittel des Digitalpakts für die Realisierung der Wünsche der Grundschulen nach interaktiven Tafeln oder mobilen Endgeräten allenfalls vereinzelt ausreichen werden“. Derzeit sei nicht davon auszugehen, so Andreas Hensel weiter, dass es weiteres Fördergeld aus dem Digitalpakt gibt oder andere Fördermittel zur Verfügung stehen. Deswegen kann die Finanzierung nur aus Eigenmitteln der Stadt erfolgen. Das werde für die bevorstehende Haushaltsplanung thematisiert werden. Der Gesamtbedarf lasse sich laut des Dezernatsleiters aber noch nicht abschätzen.

Laptops angeschafft

Alle städtischen Grundschulen haben ausgestattete Computerräume, auch mit Computern für die Lehrer, sowie Beamer. Diverse pädagogische Apps werden verwendet. Aus dem „Sofortausstattungsprogramm“ als Zusatzvereinbarung zum „Digitalpakt Schule“ konnten 72 digitale Endgeräte beschafft werden. Die Stadt hat weitere 18 digitale Endgeräte angeschafft, sodass es insgesamt 90 sind und jede Grundschule über 15 Laptops verfügt, die für Schülerinnen und Schüler gedacht sind, die zu Hause auf kein mobiles Endgerät zugreifen können.

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