Altmarkkreis Salzwedel und die Deponie GmbH appellieren an die Bürger, sich an die Vorgaben zu halten

„Übervolle Tonnen sind nicht satzungsgemäß“

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So darf es laut Satzung nicht sein: Überquellende Müllgroßbehälter und Container stellen auch eine Gefahr der Entsorgungsmitarbeiter dar.

Altmarkkreis. Im Rhythmus von drei Wochen werden durch die Mitarbeiter der Deponie GmbH des Altmarkkreises Salzwedel die Müllgroßbehälter (MGB) im Landkreis geleert. So schreibt es die aktuell gültige Abfallgebührensatzung vor.

Während dieser Drei-Wochen-Rhythmus für viele Haushalte kein Problem darstellt, mehren sich in der jüngsten Vergangenheit doch immer mehr jene Restmüllabfalltonnen, aber auch Container, die übervoll sind.

„Das ist nicht satzungsgemäß“, wie Steffen Romatschke, Geschäftsführer der Deponie GmbH, erklärt. Schließlich heißt es in der Abfallwirtschaftssatzung des Altmarkkreises Salzwedel im Paragraph 18, Absatz 2: Die MGB dürfen nur zur Aufbewahrung von Restabfällen verwendet werden und sind stets geschlossen zu halten. Der Grundstückseigentümer hat dafür zu sorgen, dass die MGB allen Bewohnern des Grundstückes zugänglich sind. Die festen Abfallbehälter dürfen nur so gefüllt werden, dass ihre Deckel noch gut zu schließen sind und eine spätere ordnungsgemäße Entsorgung möglich ist. Das Verdichten des Abfalls in den 80 l bis 1100 l MGB ist nicht erlaubt. Das Gesamtgewicht der MGB bis 240 l darf 75 kg und der 1.100 l MGB darf 350 kg nicht überschreiten. Abfallsäcke sind zuzubinden.

„Für 75 Kilogramm bis maximal 350 Kilogramm werden die Gebührenzahler veranlagt. Wer seine Tonne oder seinen Container überfüllt oder gar noch neben die Restmülltonne stellt, lässt Restmüll auf Kosten der Gemeinschaft, also auf Kosten aller Gebührenzahler, entsorgen“, schätzt der Deponie-Geschäftsführer ein. Außerdem würde so manches Ortsbild am Leerungstag verschandelt, wenn Tüten und Säcke, die bei der Leerung herausfallen, plötzlich auf dem Gehweg oder vor dem Grundstück liegen und sich dann wochenlang niemand dafür zuständig fühlt, diese Dreckecken wieder zu beseitigen.

Auch im Interesse des Arbeitsschutzes für seine Mitarbeiter bittet Steffen Romatschke die Bürger des Landkreises, sich künftig an die Satzung zu halten und MGB nicht zu überfüllen: „Müllsäcke, die oben auf liegen, können runterfallen, zu Verletzungen führen. Aufgelegte Tüten und Säcke haben mitunter Inhalte, die keiner von uns auf seiner Arbeitskleidung haben möchte“, bittet er um das Verständnis der Bürger. Zudem seien die Arbeitsabläufe bei der Entleerung so festgelegt und durch die Berufsgenossenschaft so fixiert, dass die MGB und Container lediglich an das Fahrzeug angehängt und gekippt und danach wieder zurückgestellt werden.

Der Altmarkkreis Salzwedel und die Deponie GmbH appellieren an die Bürger, sich an die entsprechende Satzung zu halten. Wer sich nicht an die Satzung hält, müsse damit rechnen, dass die Restmüllbehälter nicht mehr geleert werden.

Sollten Bürger Fragen zu vorübergehend mehr anfallendem Restmüll haben und sich über dessen Entsorgung nicht im Klaren sein, steht die Abfallberatung der Deponie GmbH als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Abfallberatung ist montags, mittwochs und donnerstags von 7 bis 15.30 Uhr, dienstags von 7 bis 16.45 Uhr und zusätzlich telefonisch bis 18 Uhr sowie freitags von 7 bis 14.15 Uhr erreichbar. Die telefonische Kontaktaufnahme zur Abfallberatung der Deponie GmbH des Altmarkkreises Salzwedel ist unter der Rufnummer (0 39 07) 72 09 13 möglich.

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