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Sanierung der Marienkirche in Gardelegen wird teurer

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Von: Ina Tschakyrow

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Der sanierte Innenraum der Marienkirche Gardelegen
Für den Bereich des Fußbodens, wo das Gestühl erneuert wird, härtet derzeit der Unterbeton aus. Die Decke und die Wände der Gardelegener Marienkirche sind teilweise schon gestrichen. © Ina Tschakyrow

Die Baukonjunktur macht sich bei der derzeit laufenden Sanierung der Marienkirche in Gardelegen bemerkbar: Die Baukosten sind aktuell auf knapp über eine Million Euro gestiegen.

Gardelegen – Die Baumaßnahme in der Gardelegener Marienkirche wird teurer als geplant. Die geplanten Kosten von 688 000 Euro erhöhen sich auf 1,035 000 Millionen Euro. Das sind 347 000 Euro mehr. „Der größte Posten der Mehrkosten geht auf das Konto der Baukonjunktur. Leider sind die Preissteigerungen in allen Gewerken angekommen“, teilt Rainer Wellkisch vom Kreiskirchenamt des Kirchenkreises Salzwedel auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit. Der Gemeindekirchenrat und das Planungsbüro seien „sehr intensiv bemüht, die Maßnahme im Zeit- und Kostenrahmen umzusetzen“, informiert Rainer Wellkisch weiter. Die Mehrkosten werden je zu einem Drittel aus dem Kirchenkreis, der Stiftung Gr. Gotteskasten und Geld der Kirchengemeinde finanziert.

Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist weiterhin im Frühjahr geplant. Im Juni wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Unter anderem wurden Kunstgegenstände und der Altar gesichert. Das Gestühl wurde entfernt. Holzplatten wurden angebracht, um unter anderem den Chorraum und die Orgel in der Kirche vor den Bauarbeiten zu schützen.

Welche Arbeiten wurden seitdem in der Marienkirche durchgeführt? Die Risse wurden nach der Sicherung in der Kirchendecke geschlossen. „Abgängige Putze an der Decke und ebenfalls im Sockelbereich des Schiffs wurden entfernt und erneuert“, erklärt Rainer Wellkisch. Weiterhin wurden die alten Decken- und Wandfarben abgewaschen. „Nach restauratorischen Erkenntnissen konnte die neue Farbfassung bereits an den Decken und einem Großteil der Wände wieder aufgebracht werden“. Die Kirchendecke und die Wände erstrahlen wieder in Weiß und Blau, allerdings in anderen Tönen als zuvor. Derzeit steht in der Marienkirche auch kein Gerüst mehr. Mit den Arbeiten am Fußboden im Bereich des zu erneuernden Gestühls wurde begonnen. Diese Arbeiten wurden archäologisch begleitet, so Rainer Wellkisch weiter. „Für die spätere Temperierung der Fußbodenflächen und die geplante Elektroinstallation im Schiff werden die notwendigen Kabel unterhalb des neuen Fußbodens verlegt“, ergänzt er. Am Mittwoch wurde der Unterbeton für den Fußboden gegossen, der momentan aushärtet.

„Die nächsten Schritte sind im Groben der neue Fußboden unter dem Gestühl, das Gestühl selber, die notwendige Elektroinstallation und der Abschluss der Malerarbeiten im Schiff“, fasst Rainer Wellkisch zusammen.

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