Vorderhaus des Gebäudes soll erneuert, Anbau abgerissen und ersetzt werden

Tourist-Info: Weitere Sanierung?

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Die Außenseite des Gebäudes, in dem sich die Tourist-Info befindet, soll verputzt werden. Außerdem ist geplant, Fenster und Dach zu erneuern.

Gardelegen. Einige Wochen lang konnte das Gebäude, in dem sich die Gardelegener Tourist-Information befindet, nur über den Hintereingang betreten werden. Seit kurzem ist dies für Touristen und Einwohner wieder über die Treppen am Vordereingang der Alten Apotheke möglich.

Denn während der Sanierungsarbeiten wurde auch der Eingangsbereich des Gebäudes erneuert. Die Wände wurden neu verputzt und der Fußboden ebenfalls saniert, wie der Bauamtsleiter der Stadt Gardelegen, Engelhard Behrends, auf Anfrage erklärte. Außerdem wurden im Giebel des Erd- und des Kellergeschosses neue Holzfenster eingebaut.

Doch damit ist die Sanierung des Vorderhauses der Tourist-Info, die bisher etwa 150 000 Euro gekostet und durch den Bund und das Land Sachsen-Anhalt zu 80 Prozent gefördert wurde, noch nicht abgeschlossen. Denn laut der Beschlussvorlage für die städtischen Ausschüsse weist das Gebäude bauliche Mängel auf, die beseitigt werden sollen. So soll der straßenseitige Giebel fertiggestellt werden, wofür Außenputz, Fenster und Dach einschließlich Dachstuhl erneuert werden. Hinzu kommt die geplante Erneuerung der Heizungs- sowie Elektroanlage und einer Lüftungsanlage im Keller.

Da das Vorderhaus auch nutzungstechnische Mängel aufweist, sollen zudem die Fußböden des Gebäudes höhenmäßig angeglichen werden, sodass eine barrierefreie Nutzung aller Räume ermöglicht wird. Zudem gibt es keinen barrierefreien Zugang zur Tourist-Info, die nur über Treppen betreten werden kann. Weiterhin wird in der Beschlussvorlage erläutert, dass die brandschutztechnische Ausrüstung gravierende Mängel aufweist. So gebe es unter anderem aus den Räumen im Obergeschoss keinen zweiten Rettungsweg.

Außerdem soll der hofseitige Anbau abgerissen werden und durch einen neuen Anbau ersetzt werden, um mehr Räume zu schaffen. Denn die Nutzung des Obergeschosses im Vorderhaus als Galerie hat sich bewährt, weswegen ein Bedarf an zusätzlicher Fläche für Dauer- und Sonderausstellungen besteht. Die vorhandenen Räume im Anbau sind dafür aufgrund ihres derzeitigen Zuschnittes und Zustandes nicht geeignet.

Mit dem neuen Mehrzweckraum ist geplant, Workshops und Vorträge für Besucher und Touristen anzubieten sowie Schulungen, Vorlesungen oder Kooperationen mit Einrichtungen und Vereinen zu ermöglichen. Außerdem soll der Anbau über ein zweites Treppenhaus verfügen, was die Rettungsmöglichkeiten im Brandfall verbessert. Zudem ist unter anderem geplant, einen Personenaufzug einzubauen. Durch die baulichen Veränderungen wird das Büro zukünftig im Neubau sein, sodass der jetzige Büroraum Otto Reutter gewidmet werden kann. Dadurch gibt es in der jetzige Otto Reutter-Ecke Platz für Prospektständer und eine Souvenirauslage.

Die Kosten für die genannten Baumaßnahmen werden auf 1,15 Millionen Euro geschätzt, davon sind etwa 400 000 Euro für das Vorderhaus erforderlich. Über das Programm „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ soll ein Fördermittelantrag gestellt werden. Dann würde der Eigenanteil der Stadt Gardelegen 115 000 Euro betragen, denn die Finanzierung würde zu 90 Prozent gefördert werden.

Von Ina Tschakyrow

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