Radfahren und Wandern eint alle Ortsteile der Einheitsgemeinde

Tourismuskonzept für die Gardelegener Einheitsgemeinde

Das Foto zeigt die Teilnehmer einer Vorab-Online-Präsentation des Tourismuskonzeptes.
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Es gab bereits eine Vorab-Online-Präsentation des Tourismuskonzeptes für interessierte Gastgeber und Gastronomen der Einheitsgemeinde, Vereine und die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Ein Tourismuskonzept für die Einheitsgemeinde Gardelegen wurde erarbeitet. Mit dem Konzept sollen die touristischen Strukturen in der Einheitsgemeinde Hansestadt Gardelegen weiterentwickelt werden. Es wurde am Dienstagabend im Sozialausschuss im Letzlinger Kulturhaus vorgestellt.

Gardelegen / Letzlingen – Gabriela Winkelmann, Sachgebietsleiterin in der Stabstelle Stadtmarketing, erklärte, dass das Konzept gemeinsam mit der ift GmbH Potsdam im vergangenen Jahr erarbeitet wurde. Dazu wurde unter anderem überlegt, welche touristischen Höhepunkte es gibt und was die Einheitsgemeinde gegenüber anderen Kommunen in der Region und im Bundesland ausmacht. In den vergangenen Jahren wurden wegen der landschaftlichen und kulturellen Vielschichtigkeit sowie den vielen Besonderheiten in den Ortsteilen immer mehr Angebote zu „dem Besonderen“ erklärt, so Gabriela Winkelmann. Das „Viele“ wurde dann im vorliegenden Tourismuskonzept in Leitziele/-projekte zusammengefasst, so dass sich alle touristischen Angebote dort wiederfinden.

Konzept schon bewährt

Das Tourismuskonzept habe sich bewährt. 2020 wurde die Aktion „Urlaub vor der Haustür“ mit Radfahren und Tagesausflügen entwickelt und umgesetzt, eine Fortführung ist dieses Jahr geplant. Es gab eine Analyse und Sichtung des Altmark-Rundkurses in der Einheitsgemeinde und des Milde-Biese-Aland-Radweges, wobei festgestellt wurde, dass eine neue Beschilderung und eventuell auch Streckenänderungen umgesetzt werden sollten. Die Stadt ist der AG „Fahrradfreundliche Kommune“ beigetreten und erhält eine kostenfreie E-Bike-Ladestation für Mieste als „Tür zum Drömling“ und zur Verknüpfung des Radfahrens im Drömling mit den Angeboten des Fremdenverkehrsvereins Mieste mit speziellen Radtouren wie zum Beispiel der Bibertour. Die Sehenswürdigkeiten der gesamten Einheitsgemeinde werden fortlaufend ins Portal „Outdooractive“ eingearbeitet, wie auch die Radtouren des Fremdenverkehrsvereins Mieste. Für die Stadt-Website soll eine „Entdeckerkarte“ erarbeitet werden und eine regelmäßige Überarbeitung des Gastgeberverzeichnisses und die Bestandspflege mit den Beherbergungsbetrieben und Gastgebern erfolgen.

Wallanlagen und historische Tore

Es wurden zudem profilbildende Angebote herausgearbeitet: die Wallanlagen als Teil der historischen Parkanlagen „Gartenträume“ Sachsen-Anhalt bzw. die „Erlebnisachse mit Wallanlagen und den historischen Toren“ sowie die guten Voraussetzungen für den Rad- und Wandertourismus. Das Wandern und Radfahrern, sagte Gabriela Winkelmann, „eint alle 49 Ortsteile“. Landschaft, Natur und die Wege „verbinden uns alle“, so die Stadtmitarbeiterin. Sie informierte weiter, dass für das Tourismuskonzept auch der Umbau des „Haus des Gastes“ wichtig sei. Zum Begrüßen und Beherbergen von Gästen sei das Haus bisher nicht geeignet, das Vorderhaus soll, wie sie auf Nachfrage von Andreas Finger sagte, nach dem Umbau wieder für die Heimatgeschichte genutzt werden. Es fehlen Kapazitäten für Reisegruppen, also kleinere Hotels und Pensionen, erklärte Gabriela Winkelmann. Bei den gewerblichen Übernachtungen sei Gardelegen in Sachsen-Anhalt eines der Schlusslichter. „Mit Tangermünde aber auch mit Wolmirstedt und Haldensleben können wir nicht mithalten“. Es habe sich in den vergangenen Jahren herausgestellt, dass es in der Einheitsgemeinde viele Tagesreisende gebe. Laut einer Statistik beträgt die Aufenthaltsdauer in Gardelegen 1,9 Tage. Auch diese Angaben stehen in dem 60 Seiten umfassenden Tourismuskonzept. Dieses sei, betonte Gabriela Winkelmann, nicht „starr“ und „kann verändert werden“, wenn Hinweise und Vorschläge gegeben werden. So gab es bereits eine Vorab-Online-Präsentation des Konzeptes für interessierte Gastgeber und Gastronomen der Einheitsgemeinde, Vereine und die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates, die Hinweise gaben und die noch ins Tourismuskonzept eingearbeitet werden sollen, so Gabriela Winkelmann. Was bisher erarbeitet wurde, sei ein Anfang, denn es gebe erstmals solch ein Konzept für die Einheitsgemeinde, erklärte die Sachgebietsleiterin.

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