Alles auf Anfang

Torwächter: Vom Pilz zerfressene hölzerne Statue lagert wieder bei der Stadt

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Der hölzerne Torwächter wurde am Donnerstagnachmittag auf die städtische Fläche unweit des Hopfentunnels gebracht und dort abgelegt.

Gardelegen – Alles auf Anfang. Das ist das Motto bei der schier unendlichen Geschichte des hölzernen Torwächters. Der stand bis zum November 2015 vor dem Salzwedeler Tor, eines der Wahrzeichen der Stadt, und diente zwölf Jahre lang – im Jahre 2003 wurde er dort aufgestellt – als Touristenattraktion.

Doch der untere Teil des Torwächters war im Laufe der Jahre vom Pilz zerfressen, sodass der hölzerne Gigant vor rund dreieinhalb Jahren abgebaut und eingelagert werden musste.

Nun liegt das Teil, an den Beinen deutlich geschrumpft, auf einem städtischen Lagerplatz unweit des Hopfentunnels in Gardelegen und befindet sich wieder im Besitz der Kommune.

Im Jahr 2003 kam der Torwächter an das Salzwedeler Tor und war dort zwölf Jahre lang ein Blickfang.

Zwischenzeitlich hatte eine Garten- und Landschaftsbaufirma aus Gardelegen einen Wettbewerb um die Zukunft des Torwächters gewonnen. Im August 2016 stimmten die meisten Anwesenden – 19 von 23 – im städtischen Sozialausschuss über die Zukunft des geschnitzten Wächters ab. Den Zuschlag erhielt Thomas Berlin von der Firma GaLaServ, die ihren Sitz unweit des Bürgerparks hat. In diesem Bürgerpark, und zwar am südlichen Ende, sollte der neue Torwächter aufgestellt werden. Er sollte nicht nur wieder aufgearbeitet werden. Es war auch geplant, ihm eine kleine hölzerne Torwächterin beiseite zu stellen.

Doch diese Pläne sind bis heute nicht umgesetzt worden. Und so habe die Stadt, berichtet die für Grünflächen zuständige Mitarbeiterin Dagmar Bauer, entschieden, den Torwächter wieder zurückzuholen. Am Donnerstagnachmittag wurde das tonnenschwere Teil durch die Innenstadt gefahren und unweit des Hopfentunnels abgelegt.

Der hölzerne Torwächter wurde einst geschnitzt aus Überresten einer vor dem Salzwedeler Tor stehenden Eiche, die während eines Sturms umkippte. Die Aufstellung war seinerzeit im Gardelegener Stadtrat nicht unumstritten.

VON STEFAN SCHMIDT

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